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Bremens Serie hält auch gegen Meister Wolfsburg
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Torschütze Dzeko setzt sich gegen Mertesacker durch

Die Serie geht weiter: 21 Spiele in Folge ist Bremen nun ohne Niederlage. Im Duell zweier Spitzenteams konnte ein Tor von Per Mertesacker in sprichwörtlich letzter Minute eine drohende Heimpleite noch abwenden. sportal.de sah ein Spiel, in dem ein Spieler mit dem Namen Edin Dzeko die Hausherren vor einer echten Aufgabe stellte.

Vor 34.523 Zuschauer in der ausverkauften Baustelle Weserstadion schossen Hugo Almeida (62.) und Per Mertesacker (90.) die Tore für die Bremer. Die Wolfsburger, bei denen Edin Dzeko (42., 85.) zweimal die Führung erzielt hatte, holten nach den Niederlagen gegen Nürnberg und Moskau zwar einen Punkt, rutschen in der Liga allerdings weiter ins Mittelmaß.

20 Spiele in Folge ohne Niederlage - da kommen Umstellungen in einer Mannschaft nur dann vor, wenn verletzte Spieler zu beklagen sind. Daher gab es im Team von Trainer Thomas Schaaf nur eine neue Personalie vor Spielbeginn zu vermelden. Torsten Frings zeigte sich wieder fit und kehrte ins Mittelfeld zurück.

Im Team der Wolfsburger gab es nach der Niederlage in der Champions League in Moskau gleich mehrere neue Gesichter in der Startelf zu bestauen. Alexander Madlung und Marcell Schäfer konnten Veh gegen ZSKA offensichtlich nicht begeistern und fanden sich auf der Bank wieder. Zudem brummte Josue seine fünfte Gelbe Karte ab. Und so waren Fabian Johnson und Edel-Reservist Andrea Barzagli Bestandteil einer neuen Abwehrformation im Weserstadion. Im Mittelfeld durfte Karim Ziani von Beginn an ran und vorne lief für den verletzten Obafemi Martins wie erwartet Grafite auf.

Schweizer Flugkünste

Schon in der fünften Minute machte Werder da weiter, wo sie in Freiburg bei ihrer 6:0-Gala aufgehört hatten. Frings flankte und Hugo Almeida wuchtete den Ball per Kopf in Richtung Tor. Die Werder-Fans hatten schon den Torschrei auf den Lippen, doch VfL-Keeper Diego Benaglio flog nicht nur schön, er machte sich dabei auch ganz lang und drehte den Ball irgendwie noch um den Pfosten.

Es sollte der erste und letzte Aufreger in der Anfangsphase des Spiels sein. Beide Teams agierten eher verhalten, versuchten Ball und Gegner zu kontrollieren und eine eigene Linie zu entwickeln. Auch das Spieltempo in dieser Phase wurde einem Spitzenspiel nicht gerecht. Die Gäste agierten mit einem 4-3-2-1-System, wobei Grafite mehr aus dem rechten Mittelfeld heraus offensive Akzente zu setzen versuchte.

Weiterführende Links:

Und bei Werder? Der zuletzt überragende Mesut Özil brauchte eine Anlaufzeit, ehe er besser ins Spiel kam und die Mitspieler von seinen Pässen profitierten. Wenn es dann mal gefährlich nach vorn ging, war er meist der Ideengeber.

In der 26. Spielminute tauchten dann die Gäste erstmals mit einer sehenswerten Kombination vor Keeper Tim Wiese auf. Und fast hätte Grafite auch das erste Tor des Spiels erzielt, doch der Brasilianer war über die Tatsache so verwundert, dass er plötzlich im Werder-Strafraum völlig frei stehend agieren durfte, dass er den Ball nicht richtig traf.

Die Klasse von Edin Dzeko

Werder ließ sich von dieser Aktion nicht irritieren, erspielte sich weiter Chance um Chance, ließ aber die nötige Konsequenz vor dem Tor der Wolfsburger vermissen. Dass man sich von einer optischen Überlegenheit nichts kaufen kann, bewahrheitete sich mal wieder in der 42. Minute:

Ziani passte auf Edin Dzeko, der auf seinem Weg in den Strafraum weder noch von Sebastian Boenisch und Naldo gestoppt werden konnte und den Ball dann aus halbrechter Position in die Maschen drosch. Keiner der zwei zuvor erwähnten grün-weißen Abwehrrecken machte dabei eine gute Figur. Für Dzeko war es nach über 600 Spielminuten in der Liga endlich der lang ersehnte Treffer.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Werder dann noch eine Doppelchance, um die überraschende Führung der Gäste zu egalisieren. Doch weder Frings noch Almeida wurden für ihre Bemühungen belohnt.

Humorloser Portugiese

Unverändert erschienen beide Teams bei leichtem Dauerregen nach der Halbzeitpause wieder auf dem Rasen. Zu Beginn der zweiten Hälfte fiel auf, dass die Wolfsburger den Ball jetzt besser durch die eigenen Reihen laufen ließen. Doch Werder hielt mit Tempo dagegen, das Spiel wurde besser. In der 55. Minute konnte Almeida dann einen Flankenball nicht richtig drücken, es war die zweite richtig gute Gelegenheit die der Portugies bis dato ausließ.

Zwei Minuten später ging ein erneutes Raunen durch das Weserstadion. Marin fand keine Anspielstation und hielt aus rund 18 Metern aus halbrechter Position einfach mal drauf, doch Benaglio war auch da wieder mit seinen Händen dran.

In der 61. Spielminute war es dann soweit, die Werder-Fans durften den verdienten Ausgleich feiern. Die Ereignisse in einer kurzen Zusammenfassung: Ecke Marin, Kopfball Naldo, Hunt versuchte sich per Hacke, doch der Ball wurde abgewehrt und kam zu Almeida, der das Spielgerät dann endgültig humorlos ins Tor der Wolfsburger drosch.

EINZELKRITIK
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Werder Bremen - VfL Wolfsburg
3
Tim Wiese
Der Werder-Keeper hatte heute nicht viel zu tun. Schuldlos an beiden Gegentoren. Mit zwei starken Reflexen gegen Grafite (26.) und Dzeko (74.).
Werder Bremen
vor

Werder setzte in den folgenden zehn Minuten nach, wollte unbedingt die Führung. Dagegen warteten die Gäste zu diesem Zeitpunkt immer noch auf die erste gute Gelegenheit in Halbzeit zwei. Erst in der 74. Minute tauchte Dzeko gefährlich vor Wiese auf, verpasste aber sein zweites Tor. Fünf Minuten später zeigte Christian Gentner seinem Trainer Veh auf, dass mal wieder eine Übungseinheit am Kopfballpendel nötig wäre. Völlig freistehend köpfte er aus acht Metern am Tor vorbei.

Dramatik pur in der Schlussphase

Die nicht zu übersehenden Bemühungen der Bremer machte dann jener Spieler zunichte, der schon für das erste Tor der Gäste verantwortlich war. Mertesacker ließ Dzeko in der 86. Spielminute viel Freiraum und der VfL-Stürmer schob den Ball locker an Wiese vorbei. Effektiver kann man nicht spielen oder auch Tore schießen.

Bremen zeigte sich nur kurz geschockt, warf in einer dramatischen Schlussphase noch einmal alles nach vorne und wurde in der letzten Minute der regulären Spielzeit belohnt. Mertesacker stieg nach einer Ecke am höchsten und rammte den Ball zum verdienten Ausgleich ins Tor der Wolfsburger. Während Bremen feierte, liefen die Gäste Sturm gegen Schiedsrichter Günter Perl. Die Wolfsburger wollten bei einer Aktion von Özil zuvor ein Handspiel gesehen haben.

Tom Broocks

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