Meier dementiert Spieler-Revolte

Michael Meier fordert die Spieler
In den Boulevardmedien war von einem Revolte der Profis vom 1. FC Köln die Rede. Die Spieler sollen nach der 0:4-Pleite gegen Hoffenheim zu Präsident Overath merschiert sein, um dort über den Trainer zu klagen. Manager Michael Meier versuchte sich derweil in Krisenmanagement und erklärte, dass es sich um konstruktive Kritik handelte.
"Ich möchte hier ganz deutlich sagen, es gab keine Revolte gegen Zvonimir Soldo", sagte Meier in einem auf der Homepage des Bundesligisten veröffentlichten Interview, "sondern wir haben alle offen und konstruktiv darüber nachgedacht, was wir gemeinsam verbessern können und vor allem die Spieler sind selbstkritisch mit sich umgegangen."
Nach der 0:4-Heimpleite gegen 1899 Hoffenheim hatte es eine Mannschaftssitzung gegeben, bei der es hoch her gegangen sein soll. Meier hingegen sprach nur davon, dass "offen gesprochen" wurde. Mutmaßungen über einen Spieler-Aufstand gegen Cheftrainer Solda bezeichnete er als "abenteuerliche Fehlinterpretation".
Das Kollektiv gibt Kraft
Nach so einem Spiel wie gegen Hoffenheim gebe es immer wieder Situationen, wo man sich im Kollektiv hinterfragen müsse. "Aber das Kollektiv kann einem auch Kraft geben. Denn nur gemeinsam kommt man aus einer solchen Situation heraus", meinte Meier. "Da ist es gut, wenn Mannschaft, Trainer, Vorstand und Geschäftsführung zusammenrücken, um gemeinsam die Lösung zu erarbeiten." Wichtig sei es, offen miteinander zu kommunizieren, aber dabei müsse es "gleichzeitig fair und vor allem konstruktiv" zugehen. "Dieses Gespräch hat uns allen große Kraft gegeben", sagte Meier.
Der Manager hofft nun, dass die Aussprache beim nächsten Pflichtspiel am Freitagabend beim VfL Bochum Wirkung zeigt. "Ich glaube, dass uns diese offene Aussprache deutlich gemacht hat, dass jetzt jeder Einzelne gefragt ist", sagte Meier. "Wir haben gemeinsam die Richtung vorgegeben, aber nun müssen Taten folgen. Wir wollen nun das, was wir uns gemeinsam vorgenommen haben, auf dem Platz beim Spiel in Bochum umsetzen."