Liverpool ausgeschieden - Stuttgart mit Entscheidungsspiel
Konsternierte Liverpooler Spieler
Am fünften Spieltag der Champions League hat den englischen Vize-Meister FC Liverpool das vorzeitige Aus ereilt. Ein 1:0-Sieg bei VSC Debrecen reichte den Reds nicht, da sich Konkurrent AC Florenz gegen Olympique Lyon durchsetzte.
Gruppe E
Die Ausgangslage in Gruppe E war klar. Liverpool musste gewinnen und gleichzeitig darauf hoffen, dass Florenz sein Heimspiel gegen Lyon nicht siegreich gestalten konnte, um den Reds überhaupt noch eine Chance auf das Erreichen des Achtelfinals offen zu halten. So legten die Nordengländer dann auch los. Bereits in der vierten Minute erzielte David N'Gog mit einem artistischen Hackentrick die 1:0-Führung. Das war es dann aber auch schon mit den Offensivbemühungen, und so plätscherte das Spiel bis zur Pause vor sich hin. Auch nach der Pause tat sich nichts mehr, und so musste Liverpool auf Schützenhilfe aus Lyon hoffen.
Im anderen Spiel der Gruppe ging es etwas gemächlicher zur Sache. Lyon, das Ticket für das Achtelfinale bereits in der Tasche, tat sehr wenig für die Offensive, und so war Florenz die spielüberlegene Mannschaft. Um die Überlegenheit in Tore umzumünzen, brauchte es allerdings einen Elfmeter, den der Peruaner Juan Vargas souverän verwandelte (28.). Auch wenn Lyon in der zweiten Hälfte versuchte, zu Chancen zu kommen, war Florenz doch am Ende der verdiente 1:0-Sieger und somit für die nächste Runde qualifiziert. Für Liverpool war es das Ende einer Champions-League-Saison zum Vergessen.
Gruppe G
Die Stuttgarter Fans hofften im zweiten Match der Gruppe G natürlich auf einen Sieg der bereits für die K.o.-Runde qualifizierten Spanier aus Sevilla. Allerdings machte ihnen der Gastgeber Unirea Urziceni einen Strich durch die Rechnung. Trotz großer Überlegenheit und größten Chancen für Sevilla waren es die Rumänen, die als erste feiern durften. Ein Eigentor von Ivica Dragutinovic sorgte kurz vor der Pause für die Führung für Urziceni (45.).
Auch mit am Ende teilweise verzweifelten Angriffsbemühungen der Spanier änderte sich das Ergebnis nicht mehr und Sevilla konnte am Ende sogar froh sein, durch einen der guten Konter der Rumänen nicht noch ein Tor kassiert zu haben. So blieb es beim 1:0 für Urziceni, und für Stuttgart und Urziceni bedeutet das ein Entscheidungsspiel um den Einzug in die nächste Runde am letzten Spieltag.
In Gruppe H mussten die Belgier von Standard Lüttich unbedingt beim FC Arsenal gewinnen, um sich eine letzte Chance auf das Weiterkommen zu erhalten. Allerdings war dies so gar nicht im Sinne der Londoner. Nach 79 Prozent Ballbesitz und 16:5 Torschüssen allein in der ersten Hälfte stand es bereits zur Pause 2:0 für Arsenal. Samir Nasri (35.) und Denilson (45.) hatten für das beruhigende Halbzeitergebnis gesorgt. In der zweiten Halbzeit ließ es Arsenal dann ruhig angehen und verwaltete den Vorsprung nur über die Zeit.
Im zweiten Spiel der Gruppe trafen AZ Alkmaar und Olympiakos Piräus aufeinander. Für Alkmaar ging es nur noch um die Chance auf den dritten Rang in der Gruppe, für Piräus hingegen um eine vorzeitige Qualifikation für das Achtelfinale, sollte Lüttich in London verlieren. In einem an Höhepunkten armen Spiel konnte sich keine der beiden Mannschaften wirklich gute Chancen herausspielen. So blieb es am Ende auch beim 0:0, und Piräus hat weiter beste Chancen auf das Erreichen des Achtelfinals.