Liverpool droht das frühe Aus - Barca und Inter unter Druck

Angeschlagener Hoffnungsträger: Fernando Torres vom FC Liverpool
Für sportal.de stand vor der Saison fest, der FC Barcelona, Inter Mailand und der FC Liverpool müssen sich in Sachen Achtelfinale keine Gedanken machen. Doch nach drei Spieltagen sieht das Bild anders aus, alle drei Clubs können sich keinen weiteren Ausrutscher erlauben.
Am schlimmsten sieht es für Liverpool aus. Der 18-malige englische Meister kann sich bei einer weiteren Pleite beim Gruppenersten Lyon schon fast verabschieden. Sechs Niederlagen hagelte es für die traditionsreichen Reds in den letzten sieben Pflichtspielen. Bei Olympique Lyon muss ein Sieg her, aber ausgerechnet jetzt fehlen dem Tabellenfünften der Premier League in der Offensive Kapitän Steven Gerrard und Albert Riera. Zudem ist neben Nabil El Zhar und David N'Gog auch Europameister Fernando Torres angeschlagen. Den Spanier plagt eine Leistenverletzung - möglicherweise droht sogar eine OP und damit ein viel längerer Ausfall.
Benitez holte seinen Torgaranten bei der 1:3-Niederlage gegen den FC Fulham zum Unmut der Fans nach 63 Minuten vom Platz. Torres hatte vorher das Ausgleichstor geschossen. Trotz seiner Probleme soll Torres spielen: "Wir müssen Fernando mit nach Lyon nehmen, weil wir sonst kaum Optionen haben", sagte Trainer Rafael Benitez angesichts der langen Krankenliste. Das Hinspiel an der heimischen Anfield Road verlor sein Team mit 1:2.
"Man muss sich nur ordentlich aufwärmen"
Barcelona zittert vor den eisigen Temperaturen bei Rubin Kazan und will Wiedergutmachung für die Blamage im Hinspiel betreiben. Im Hinspiel triumphierte der Außenseiter im Nou Camp sensationell 2:1. Die Russen sind in dieser Saison bisher die einzige Mannschaft, die die Spanier in einem Pflichtspiel besiegt haben.
Auch die Erfahrungen der Vergangenheit sollten den Katalanen eine Warnung sein: Nach ihren Europacup-Siegen 1992 und 2006 waren sie als Titelverteidiger in der Folge-Saison früh ausgeschieden. Mehr als den Gegner fürchtet Barça allerdings die Kälte: Für Mittwoch werden minus fünf Grad erwartet. Sportdirektor Txiki Begiristain warnte seine Elf: "Das darf keine Ausrede sein. Man muss sich nur ordentlich aufwärmen. Wir haben die bessere Mannschaft, das werden wir in Kazan zeigen."
Schweinegrippe in Kiew
Im zweiten Spiel der Barça-Gruppe F steht Inter Mailand vor einer schweren Auswärtsaufgabe gegen Dynamo Kiew. Im Hinspiel boten die Ukrainer dem Team von Trainer José Mourinho einen heißen Kampf, gingen zweimal in Führung und trotzten dem italienischen Meister ein 2:2 ab. Nicht nur der Gegner um Rückkehrer Andriy Shevchenko bereitet den Mailändern aber Sorge: Spanischen Presseberichten zufolge hat Kiews Bürgermeister empfohlen, das Spiel wegen der dramatischen Ausmaße der Schweinegrippe vor leeren Rängen austragen zu lassen. Die Grippe hat in der Ukraine schon 70 Menschen das Leben gekostet, 255.000 Menschen sind infiziert.
Trotz Verletzungssorgen hat der FC Arsenal als Tabellenführer der Gruppe H beste Chancen auf das Weiterkommen. Die Gunners, die zuletzt in Liga und Ligapokal überzeugten, müssen zu Hause gegen AZ Alkmaar unter anderem auf den Ex-Dortmunder Tomas Rosicky, Englands Nachwuchsstar Theo Walcott und Denilson verzichten. Auch der angeschlagene Stürmer Nicklas Bendtner dürfte nicht dabei sein. Bei einem Heimsieg und einem gleichzeitigen Erfolg von Olympiakos Piräus gegen Standard Lüttich wäre Arsenal schon durch.