Ghana und Brasilien im Finale

Dominic Adiyiah erzielte seine Turniertore sieben und acht
Ghana steht bei der U 20-WM im Endspiel. Die Afrikaner setzten sich im Halbfinale verdient mit 3:2 (2:0) gegen Ungarn durch. Wie schon so oft bei dieser Weltmeisterschaft sahen die Fans in Kairo ein vor allem in der Schlussphase turbulentes Spiel.
In der ersten Halbzeit war Ghana die klar überlegene Mannschaft. Schon nach zehn Minuten erzielte Dominic Adiyiah das 1:0. Andre Ayew hatte den Torjäger mustergültig freigespielt. Eben jener Ayew und Ransford Osei ließen in der Folge weitere Möglichkeiten aus. Adiyiah machte es jedoch besser. Nach 30 Minuten köpfte er eine Hereingabe von Samuel Inkoom zum 2:0 ins Tor. Es war bereits sein achter Treffer in diesem Turnier.
Ungarn konnte froh sein, dass vor der Pause nicht noch ein weiterer Treffer fiel. In der zweiten Halbzeit kamen die Magyaren besser ins Spiel. Einen ersten Warnschuss feuerte Andras Gosztoyi in der 48. Minute ab. Sein Schuss aus halbrechter Position ging jedoch um Zentimeter am Tor. Wenig später hatte Adam Balajti Pech, als er mit einer Direktabnahme nach Freistoß von Gosztonyi nur den Pfosten traf.
Turbulente SchlussphaseSo mussten die Ungarn bis zur 73. Minute auf den Anschlusstreffer warten. Auf der linke Seite hatte sich Andras Simon durchgetankt. Seinen Pass in die Mitte drückte Mako Futacs von Werder Bremen zum 1:2 über die Linie. Nun drückten die Ungarn auf den Ausgleich, Gosztonyi und Janos Szabo nutzten ihre Chancen aber nicht.
Die Strafe folgte auf dem Fuß, denn auf der anderen Seite machte es Abeiku Quansah besser. Aus rund 14 Metern hämmerte er den Ball unter die Latte zum 3:1 (81.). Doch die Ungarn schlugen postwendend zurück. Ein langer Ball landete bei Balajti, der sich im 16er durchsetzte und um 2:3 abschloss.
Der Ausgleich sollte jedoch nicht mehr gelingen. Im Gegenteil, Ghana hatte Pech, als Agyemang Badu mit einem fulminaten 30-Meter-Knaller nur die Latte traf. Doch auch so reichte es zu einem verdienten 3:2-Sieg.
Brasilien mit Mühe
Als Gegner für den Afrika-Meister zog Favorit Brasilien in das Endspiel ein. Die Südamerikaner setzten sich in der Vorschlussrunde in Kairo mit 1:0 (0:0) gegen den Außenseiter Costa Rica durch.
Anders als beim 5:0-Sieg in der Vorrunde hatten die Brasilianer große Mühe mit den defensiv orientierten Costa Ricanern und sicherten sich erst durch Alan Kardec (67. Minute) den Finaleinzug.