Bafétimbi Gomis: Nach Zusammenbruch weiter trainiert

Bafétimbi Gomis bricht im Training der Nationalmannschaft ohnmächtig zusammen
Als Bafétimbi Gomis beim Training der französischen Nationalmannschaft zusammenbrach, erinnerten die Bilder an diverse Todesfälle in den vergangenen Jahren. Gomis konnte nach kurzer Behandlung weiter trainieren, trotzdem fragt sich sportal.de, warum der Fall in Frankreich heruntergespielt wird.
12.000 Zuschauer kamen zum öffentlichen Training ins Roudourou-Stadion in Guingamp. Sie mussten mit ansehen, wie der Stürmer von Olympique Lyon ohne Fremdeinwirkung zusammensackte, mit verdrehten Augen fiel Gomis in Zeitlupentempo auf den Rasen und blieb liegen.
Ersatzkeeper Cedric Carrasso erkannte sofort den Ernst der Lage und rief die Ärzte des Nationalteams auf den Platz. Zuschauer und Mitspieler gleichermaßen bangten um den Stürmer, doch nach fünf Minuten passierte das Unglaubliche. Gomis stand selbstständig wieder auf, ging mit den Ärzten in die Kabine, kam nach zehn Minuten zurück auf den Platz und beendete im Anschluss das Training.
"Wir regen uns nicht mehr auf"
Was im ersten Moment wie Glück im Unglück klingt, ist Gomis allerdings nicht zum ersten Mal passiert. Claude Puel, sein Trainer in Lyon, bestätigte der französischen Zeitung L'Equipe mehrere Zwischenfälle und sprach sogar von einem üblichen Fall: "Das passiert ihm öfter. Wir regen uns da schon gar nicht mehr auf."
Auch von Seiten der Nationalmannschaft gab es Entwarnung, ein Teamsprecher sagte: "Es ist nichts Ernstes." Auch Gomis selbst will der Sache keine große Bedeutung beimessen, "keine Panik", sagte Gomis zu französischen Journalisten, "es dauert fünf Minuten und dann ist alles wieder gut." Die Bilder sprechen aber deutlich eine andere Sprache.