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Venezuela und Spanien im Achtelfinale
Venezuela und Spanien im Achtelfinale
Fran Merida traf doppelt

Für Venezuela war es ein historischer Tag. Die Südamerikaner hatten sich erstmals für die U20-Weltmeisterschaft qualifiziert und schafften dann schon nach zwei Spielen und einem 8:0-Sieg gegen Tahiti den Einzug in das Achtelfinale. Auch die Spanier konnten den zweiten Sieg einfahren und stehen ebenfalls in der nächsten Runde.

Nach dem 1:0-Auftaktsieg gegen Nigeria war den Venezolanern die Erleichterung anzumerken, aber auch das gesteigerte Selbstvertrauen. Sicherlich spielte auch das 0:8 von Tahiti gegen Spanien eine Rolle, man wusste, dass mit einem Sieg die Tür zum Achtelfinale durchschritten werden konnte und ein leichter Gegner wartete. Und die Südamerikaner legten gleich gut los.

Knapp zwei Minuten waren absolviert, als Jose Rondon das Tor von Tahiti per Kopfball nur knapp verfehlte. Seinen Fauxpas machte der Stürmer aber kurze Zeit später wieder wett, als er mit seinem nächsten Kopfball vor Torhüter Teheipuarii Hauata an den Ball kam und einnetzte (4.) - es sollte nicht der letzte Treffer des 20-jährigen Angreifers von UD Las Palmas gewesen sein, der auch das 3:0 (27. Elfmeter) und das 8:0 (92.) erzielte.

Das 2:0 besorgte Jose Manuel Velasquez nach 19 Minuten ebenfalls per Kopf, zur Halbzeit stand es 3:0 und Tahiti war zu diesem Zeitpunkt bereits durch zwei Rote Karten geschwächt. Stephane Faatiarau nach Notbremse (27.) und Garry Rochette (38.) per Gelb-Roter Karte durften vorzeitig in die Kabine. In der zweiten Hälfte kam dann der große Auftritt von Yonathan del Valle.

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Vor seiner Show traf Oscar Rojas per Freistoß zum 4:0 (72.), dann legte der 19-jährige Stürmer von Deportivo Tachira einen lupenreinen Hattrick aufs Parkett (78./88./90.). Der Sieg hätte deutlich höher ausfallen können, doch in Überzahl ließen es die Südamerikaner in der zweiten Hälfte ruhiger angehen.

Spanien ebenfalls im Achtelfinale

Auch die Spanier sind durch einen 2:0-Sieg gegen Nigeria für die nächste Runde qualifiziert. Mann des Tages war Fran Merida, der mit einem Doppelpack für den Sieg sorgte. Doch die Afrikaner waren keinesfalls chancenlos, nach vier Minuten verfehlte Odion Ighalo von links kommend nur knapp das Gehäuse von Sergio Asenjo, King Osanga hatte einige Minuten später mit einem Distanzschuss ebenfalls Pech.

Besser lief es für die Iberer, die in Fran Merida ihren besten Akteur hatten. Der Mittelfeldspieler des FC Arsenal brauchte ein wenig Anlaufzeit, nach 33 Minuten gewann er aber ein Laufduell auf der linken Seite und lupfte den Ball perfekt über den herausgeeilten Uche Okafor zum 1:0 in die Maschen.

Nigeria kam wütend aus der Kabine, hatte aber bei einigen Distanzschüssen kein Glück. Dazu hatten die Afrikaner Pech, dass der Kopfballtreffer von Daniel Adejo nach einer Ecke nicht gegeben wurde. Schiedsrichter Franck de Bleeckere sah in der 66. Minute ein Foul und hatte abgepfiffen. Die Spanier nutzten die Gunst der Stunde und kamen per Elfmeter zum entscheidenden 2:0 (83.). Die Nigerianer verloren nicht nur das Spiel, sondern auch noch Gbolahan Salami, der eine Minute später nach einem Schlag ins Gesicht von Merida die Rote Karte sah.

Paraguay schlägt den Gastgeber

Eine Überraschung gab es zudem in Gruppe A, wo der Gastgeber Ägypten den zweiten Sieg gegen Paraguay einfahren wollte, am Ende aber mit 1:2 das Nachsehen hatte. Die Zuschauer im Cairo International Stadium waren natürlich ganz auf der Seite der Heimmannschaft und sahen zunächst Chancen von Hussam Arafat und Ahmed Magdy, doch beide Spieler verfehlten das Tor knapp.

Ägypten dominierte die Partie und zeigte feinen Angriffsfußball. Die Südamerikaner hatten bis zur 25. Minute kaum auf sich aufmerksam gemacht, gingen dann aber, den Spielverlauf auf den Kopf stellend, in Führung. Per Konter traf Federico Santander mit dem Außenrist nach einer schönen Vorarbeit von Robin Ramirez.

Doppelte Freude auf den Rängen dann nach 38 Minuten: Zunächst sah Ronald Huth nach einer Notbremse die Rote Karte, dann traf Afroto aus 18 Metern per Freistoß zum 1:1-Ausgleich. Mit dem Ergebnis ging es auch in die Halbzeit. In Überzahl agierend fanden die Gastgeber nicht mehr zu ihrem Rhythmus - Paraguay verlegte sich auf Konter. Ägypten probierte in der Schlussphase dann alles, doch den Treffer erzielte der eingewechselte Aldo Paniagua in der Nachspielzeit und schockte damit eine ganze Nation.

Italien feiert ersten Dreier

Nach dem 0:0 zum Auftakt brauchten die Italiener dringend einen Sieg gegen Trinidad und Tobago und der Wunsch sollte ihnen erfüllt werden. Der Vize-Europameister siegte mit 2:1 und hat damit - ebenso wie Paraguay - vier Punkte auf dem Konto.

Michelangelo Albertazzi traf nach 31 Minuten per Kopf nach einer Ecke und sorgte für den 1:0-Pausenstand. Juma Clarence egalisierte die Führung, als er sich gegen die Abwehr der Squadra Azzurra durchsetzen und auch von Torhüter Vincenzo Fiorillo nicht aufgehalten werden konnte (67.). Silvano Raggio besorgte schließlich zwölf Minuten vor dem Ende das 2:1.

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