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Bundesliga-Check: Hertha BSC Berlin
Bundesliga-Check: Hertha BSC Berlin
Arthur Wichniarek startet einen neuen Anlauf in der Hauptstadt

Was lag damals im Februar 2009 nicht alles in der Berliner Luft? Der süße Duft vom Gewinn der ersten Meisterschaft seit 1933 oder zumindest endlich wieder Champions League-Fußball in der Hauptstadt. Doch es sollte anders kommen. Auf der Zielgeraden ging der Hertha die Luft aus und nur wenige Wochen später war nichts mehr wie es war. sportal.de nennt die Hintergründe und verrät, wo die Hertha in der neuen Saison landen wird.

Auch wenn man Ende der Saison einbrach, standen 63 Punkte zu Buche, die beste Punkteausbeute seit dem Wiederaufstieg 1997. Stolze fünf Mal führte man die Tabelle an. Hertha stand in der letzten Saison für große Effektivität. Bissen sich die Gegner an der sattelfesten Abwehr regelmäßig die Zähne aus, reichte oftmals nur ein Tor Unterschied für den Sieg. Dass es nach dem 34. Spieltag "nur" für einen vierten Platz reichte, lag vor allem daran, dass der Kräfteverschleiß bei den Leistungsträgern in der Endphase der Saison deutlich zu spüren war. Man konnte einfach nicht mehr zulegen.

Kurze Zeit später war dann nichts mehr, wie es vorher war. Angefangen haben die Veränderungen in der Führungsregie. Manager Dieter Hoeneß, über Jahre das Gesicht und wichtigster Mann des Vereins, stellte sich selbst ins Aus. Kompetenzgerangel, Eitelkeiten, etc. sollen die Gründe gewesen sein. Michael Preetz wurde befördert und soll nun auf Augenhöhe mit Trainer Lucien Favre der Mannschaft ein neues Gesicht geben.

Und das wird schwer genug. Mit den Abgängen Josip Simunic, Andrey Voronin und Marko Pantelic hat Hertha Substanz und Charisma verloren. Zudem drückt die Kostenschraube. Namenhafte Neuzugänge? Fehlanzeige! Preetz muss 5 Millionen an Überschuss aus den Transfers erwirtschaften, um die Konsolidierung des Vereins nicht zu gefährden. Preetz: "Wir kaufen keine Stars, wir machen sie selbst." sportal.de nimmt die Vorlage gerne auf und schaut sich den Kader der Berliner mal genauer an.

Torwart
Jaroslav Drobny scheint endlich angekommen zu sein. Als er vor zwei Jahren nach Berlin wechselte, eilte ihm der Ruf voraus, auch mit 27 Jahren noch kein fertiger Keeper zu sein. Ein Torwarttrainer in der Hauptstadt sprach von nicht abzustellbaren Mängeln bei der täglichen Verrichtung seines Jobs. Vergangenheit.

Die letzte Spielzeit war die Saison des langen Tschechen. Endlich gelang es ihm Bälle abzuwehren, die ihn den Vordergrund rücken ließen. Und die Bilanzen untermauerten seine Entwicklung. Zehn Mal spielte Drobny zu Null in der letzten Saison. Behält Drobny die Konstanz in seinen Leistungen, gehört er zweifelsohne zu der Top-Gilde der Keeper in der Bundesliga.

Nummer zwei bei den Berlinern ist Christopher Gäng. Er ist jung (21 Jahre), gilt als sehr selbstbewusst und besitzt die Eigenschaften, die Herthas Trainer Lucien Favre an Torleuten so schätzt: Groß, jung und kräftig, und dann kann er auch noch mit dem Ball umgehen. Allerdings fehlt ihm die Erfahrung. Bei seinem bislang einzigen Bundesligaspiel kassierte er in Bremen fünf Gegentore...

Abwehr
Unumstritten war die Abwehrreihe (41 Gegentore) in der letzten Saison das Prunkstück bei der Alten Dame. Und das hatte man hauptsächlich nur einer Person zu verdanken. Der Australo-Kroate Josip Simunic gestaltete die Abwehrarbeit mit einer derart großen Übersicht und Intelligenz, dass man ihn als besten Innenverteidiger der abgelaufenen Spielzeit bezeichnen kann. Arne Friedrich, der noch aus der Generation der Vorstopper und Libero kommt, blühte an der Seite von Simunic förmlich wieder auf. Doch jetzt ist Friedrich der alleinige Abwehrchef. Simunic fand eine nicht unwichtige Option in seinem Vertrag und verteidigt jetzt in Hoffenheim.

Für Simunic ist jetzt der 21-jährige serbische U 21-Nationalspieler Nemanja Pejcinovic gekommen. Er ist trotz seiner Größe von 1.84m wie Simunic kopfballstark, und bei seiner Ausbildung sollen die Merkmale eines modernen Innenverteidigers angewendet worden sein. Nur der Faktor Routine lässt Steve von Bergen noch auf einen Startplatz neben Friedrich hoffen, denn in Sachen Spieleröffnung ist er dem jungen Pejcinovic schon jetzt unterlegen. Auf der rechten Seite wird der polnische Nationalspieler und Ex-Stürmer Lukasz Piszczek gesetzt sein. Auf Links werden mit Marc Stein und Neuzugang Christoph Janker zwei Namen gehandelt, wobei der Ex-Rostocker Stein voraussichtlich die Nase vorn haben wird.

Auf der Suche nach weiteren Alternativen für die Abwehr wurde auch Fabian Lustenberger getestet. Das war allerdings nach nur einem Testspiel gegen Budapest vorbei. Der Schweizer zog sich wenig später ein Ermüdungsbruch im linken Mittelfuß zu. Die beiden Brasilianer Rodnei (ausgeliehen zum 1. FC Kaiserslautern) und Kaka spielen in den Planungen keine große Rolle, eher wird man einen Mittelfeldspieler zum Abwehrmann umfunktionieren.

Mittelfeld
Ein Mannschaftsteil bei der Hertha, in dem in Sachen Potential noch einiges zu erwarten sein dürfte, ist das Mittelfeld. Das Duo Cicero und Gojko Kacar sind dort die Trumpfkarten und Aushängeschilder, sie sind zentral vor der Abwehr gesetzt. Alternativ könnte Favre bei passender Gelegenheit für Kacar Routinier Pal Dardei ins Rennen werfen.

Die Außenpositionen im Mittelfeld verlangen u.a. eine enorme Laufbereitschaft und natürlich taktische Effektivität. Ein Fall für Maximillian Nicu, der schon in der letzten Saison sein Potential andeutete. Gleiches Spiel auf der rechten Seite. Dort sollte sich der frisch gebackene U21-Europameister Patrick Ebert ebenfalls noch steigern können. Auffallend im Hertha-Kader ist aber, dass zu diesen vier Positionen vernünftige Alternativen nicht vorhanden sind. Bedenkt man vor allem den schon oben erwähnten Ausfall vom jungen Lustenberger, der die taktischen Anforderungen von Favre normalerweise problemlos umsetzen kann.

Sturm
Neben der Abwehr die größte Baustelle im Hertha-Kader. Kein Wunder. Mit Andriy Voronin und Marko Pantelic haben zwei charismatische Stürmer den Verein verlassen, die in der letzten Saison zusammen noch 18 Treffer erzielten. Und wer kam? Ausgerechnet König Arthur aus Bielefeld. Der Mann, der in Berlin als Versager gilt (4 Tore in 44 Spielen) und in den ersten Testspielen von den eigenen Fans ausgepfiffen wurde. Doch das Projekt Wichniarek, der selbst 300.000 Euro zu seiner Ablöse beisteuerte, könnte gut ausgehen. Der Pole will es in Berlin noch einmal allen zeigen, und wer 13 Tore für Bielefeld schießt, muss Qualitäten haben.

Neben der viel diskutierten Personalie Wichniarek blieb es in Sachen Stürmersuche bei der Hertha erstaunlich ruhig. Man setzt lieber auf die versteckten Qualitäten im eigenen Kader. Damit sind die Profis Amine Chermiti und Valeri Domovchiyski gemeint. Glaubt man den Verantwortlichen, steht der Durchbruch dieser beiden Herren kurz bevor. Dabei werden sie sicher von den Passkünsten von Rafael profitieren. Der Brasilianer ist zwar gesetzt, doch erhofft man sich in Zukunft größere Effektivität vor dem gegnerischen Gehäuse.

Trainer
Wie vergänglich der Profi-Fußball doch ist. Wurde Lucien Favre zu seiner Anfangszeit in Berlin noch misstrauisch von allen Seiten beäugt, hat er als Trainer momentan wohl den sichersten Job in der Bundesliga. Das geht schon soweit, dass die Verantwortlichen sogar überlegten ihm eine vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2013 anzubieten.

Sein Erfolg in Berlin basiert auf der Tatsache, dass er wie schon beim FC Zürich seine Philosophie von Fußball in Ruhe umsetzen konnte. Favre, der neben seiner Arbeit auf dem Trainingsplatz, stundenlang DVD's von Fußballspielen studiert, legt besonders großen Wert auf eine gute taktische Ausbildung gepaart mit großer Laufbereitschaft. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Spieler schon einen Namen hat oder als Talent zu ihm kommt. Für die nächste Saison hat Favre den Hertha-Fans ein laufintensives 4-4-2 versprochen. Alternativ kann das Team auch ein 4-3-3 umsetzen.

Schlüsselfaktor
Wundertüte Hertha BSC Berlin. Wie sagte Trainer Favre so passend im "kicker": "Es hat alles gepasst. Das zu wiederholen wird sehr schwer." Dieser Aussage schließen wir uns bedenkenlos an. Denn mit dem Weggang von Simunic, Voronin und Pantelic müssen sich zwei Mannschaftsteile neu finden und wer garantiert, dass die jungen Leistungsträger, die in der letzten Saison den besten Fußball ihrer Karriere gespielt haben, wieder so gute Darbietungen abliefern.

Prognose
Aufgrund der aktuellen Besetzung des Kaders wird es Hertha nicht möglich sein, die zweifelsohne beeindruckende Saisonleistung aus dem letzten Jahr zu wiederholen. Zuviele tragende Säulen sind im System verschwunden. Es wird noch nicht mal für die internationalen Plätze reichen - die Alte Dame landet am Ende der nächsten Spielzeit nur auf einen 10. Platz.

Tom Broocks

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Wolfsburg schlägt Freiburg: Neue Besen treffen gut
Es war das Spiel der beiden Bundesligisten, die in der Winterpause am meisten verändert hatten: Sowohl der VfL Wolfsburg als auch der SC Freiburg hatten acht neue Spieler in den Kader integriert. Anstatt eingefahrener Spielzüge gab es dann auch erratische Strafraumszenen - den Fans konnte es nur Recht sein.
ERGEBNISSE
1. Bundesliga, 21. Spieltag
Wolfsburg - Freiburg 3:2
Dortmund - Leverkusen 0:0
FC Bayern - K'lautern 2:0
Bremen - Hoffenheim 0:1
Mainz 05 - Hannover 1:0
Stuttgart - Hertha BSC 3:0
M'gladbach - Schalke -:-
Augsburg - Nürnberg -:-
1. FC Köln - Hamburg -:-
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Ski Alpin: Soldeu
Slalom (D)
Biathlon: Kontiolahti
Sprint (D)
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15 km Massenstart (D)
Fußball: 2. Liga, 21. Spieltag
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Braunschweig - Karlsruhe
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30 km Massenstart (H)
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Mönchengladbach - Schalke 18:30
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Ulm - Bamberg 20:05
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