22.06.2009
Diebe auch bei den Brasilianern

Carlos Dunga oder Houston: 'Wir haben ein Problem'
Nach dem ägyptischen Team sind auch die Brasilianer beim Confederations Cup in Südafrika Opfer von Dieben geworden. "Wir hatten ein Problem im Hotel", räumte Nationaltrainer Carlos Dunga ein, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
Nach Angaben des Pressesprechers des brasilianischen Verbandes, Rodrigo Paiva, wurde im Mannschaftshotel bei Pretoria Geld gestohlen. Der Vorfall hat sich Paivas Angaben bereits am Freitag im Centurion Lake Hotel ereignet: Bei Physiotherapeut Odir Carmo sei Geld und eine Trainingsjacke verschwunden.
Abwehrspieler Kleber, der 2003/2004 bei Hannover 96 in der Bundesliga spielte, vermisste ebenfalls eine Summe in nicht genannter Höhe. Der 29-Jährige sei sich aber nicht ganz sicher, ob das Geld nur verloren gegangen sei. Die brasilianische Mannschaftsleitung habe das Hotelmanagement und die ihr zugeteilten Sicherheitskräfte informiert. Über den Stand der Ermittlungen konnte Paiva nichts sagen.
Diebe oder nur nette Damen?
Für Verwirrung hatte am Wochenende bei der Generalprobe für die Weltmeisterschaft 2010 ein Diebstahl im Hotel der ägyptischen Mannschaft gesorgt. Während vonseiten des Teams behauptet wurde, dass fünf der Spieler bestohlen wurden, bezweifeln Südafrikas Medien die Umstände der Tat. Die Johannesburger Zeitungen "City Press" und "Sunday Independent" berichteten unter Berufung auf Polizei- und Hotelquellen, die Spieler hätten den 1:0- Erfolg gegen Weltmeister Italien mit spärlich bekleideten Damen gefeiert.
Der Präsident des ägyptischen Fußballverbands, Samir Zahir, hatte erklärt: "Ich denke, dass sie das behaupten, um die Aufmerksamkeit von der Hauptsache - nämlich der Sicherheit - abzulenken und nun versuchen, das Ganze in einen Skandal um die ägyptische Mannschaft umzumünzen." Ein Team-Sprecher hatte den Schaden auf Bargeld in Höhe von 2.400 Dollar beziffert. Anzeichen für ein gewaltsames Aufbrechen der Zimmertüren oder -Safes gibt es offenbar nicht. Dafür zeigten Videoaufnahmen, dass mehrere attraktive junge Frauen in den Zimmern ein- und ausgegangen seien.