18.02.2008
Allofs bleibt Werder Bremen erhalten

Allofs setzt seine erfolgreiche Arbeit fort
Die Spekulationen um die Zukunft von Klaus Allofs sind beendet. Der 51-Jährige wird seinen Vertrag als Sportdirektor bei Werder Bremen verlängern. Er unterschrieb einen Kontrakt bis zum Jahr 2012.
Allofs arbeitet seit 1999 als Geschäftsführer in Bremen und wurde damals Nachfolger von Willi Lemke. "Ich hatte schon ein bisschen Sorge, dass ich eine Enttäuschung erleben könnte", sagte der Aufsichtsrats-Vorsitzende Lemke. "Ich wäre sehr traurig gewesen, wenn er zu einem möglichen Mitbewerber gegangen wäre", fügte Lemke an. Allofs als Bayern-Sportdirektor wäre der "schlimmste Fall" gewesen.
Mit der Unterschrift beendete Allofs die Spekulationen über einen möglichen Wechsel zu Bayern München. "Es war im Herzen eine ziemlich einfache Entscheidung", sagte der 51-Jährige und erklärte, dass die "Gefahr zu Bayern zu wechseln, nicht wirklich groß war".
Zuletzt hatte Bayern-Manager Uli Hoeneß mehrfach erklärt, dass er sich Allofs als seinen Nachfolger beim deutschen Rekordmeister vorstellen könne. Noch am Sonntag hatte Hoeneß in Hannover erklärt: "Ich habe immer gesagt, dass Klaus ein ausgezeichneter Mann ist. Wenn ich einen Nachfolger aussuchen könnte, dann würde er dazu zählen."
Ein guter Tag für Werder"Es heißt ja so schön: Never change a winning team", sagte Lemke, der Allofs Vorgänger als Werder-Manager war. "Es war immer klar, dass wir den Vertrag verlängern wollen", sagte er und bescheinigte Schaaf und Allofs ein "sensationelle Leistung". Allofs kündigte an: "Wir wollen hier noch eine Menge erreichen."
Allofs-Partner Schaaf sagte: "Das ist auch für mich eine wichtige Entscheidung. Das war ein guter Tag für Werder." Schaaf und Allofs gelten als wesentliche Garanten für das gute Abschneiden der Bremer in der jüngeren Vergangenheit. In der Saison 2003/04 gewann Werder die Meisterschaft und den Pokal. In dieser Saison hat Werder zum vierten Mal in Folge in der Champions League gespielt und ist auf dem besten Wege, sich erneut für die Königsklasse zu qualifizieren.
In der Bundesliga liegen die Bremer derzeit drei Punkte hinter Bayern München auf Platz zwei. Für einen kleinen Club wie Werder ist dies wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Umso höher ist die Leistung von Allofs einzuschätzen, der mit seiner Personalpolitik wesentlichen Anteil am Erfolg der Bremer hat und immer wieder mit Schnäppchen wie Valerien Ismael, Johan Micoud oder Diego überrascht.