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24.11.2007 Einzelkritik VfL Bochum - Arminia BielefeldVfL Bochum René Renno: 3 Ohne Fehler, strahlte Ruhe und Souveränität aus, bekam allerdings auch kaum etwas zu tun. Marcel Maltritz: 2 Der Fels in der Bochumer Abwehr, auch wenn die Bielefelder Angriffe kaum als Brandung bezeichnet werden können. Stoppte nahezu jeden Angriff, brachte fast jeden Pass an den Mann, bügelte Fehler der Mitspieler mit Tackles und Grätschen auf höchstem Niveau aus. Der Gegner war allerdings Bielefeld auswärts. Marc Pfertzel: 3,5 Solide auf der linken Seite, allerdings mit gelegentlichen Schwächen, wenn Kamper oder Wichniarek flanken durften. Anthar Yahia: 3 Insgesamt eine starke Partie des Bochumer Innenverteidigers, allerdings auch hin und wieder mit den kleinen Fehlern, die Kollege Maltritz eben nicht machte. Matias Concha: 2,5 Bekam auf seiner Seite wenig zu tun, da Gegenspieler Böhme nicht gerade viel zustande brachte. Wenn die Arminia es mal über links versuchte, war Concha allerdings meist zur Stelle. Außerdem war es sein langer Pass aus dem Rückraum, der das 1:0 einleitete. Christoph Dabrowski: 2,5 Hatte zwei große Momente, nämlich einen von Gästekeeper Fernandez entschärften Volley, den er aus der Luft runterholte wie der junge Messi und zum anderen natürlich sein Tor, das ihm eben jener Fernandez schenkte. Ansonsten agil und beweglich, zwischendurch aber auch mal unauffällig. Danny Fuchs: 4 Insgesamt nicht gerade viel am Spiel beteiligt, ohne nennenswerte Offensivaktionen. Zudem mit nicht gerade überragender Zweikampfbilanz, die mit dafür sorgte, dass Bielefeld - wenn überhaupt - auf links für ein wenig Gefahr sorgen konnte. Thomas Zdebel: 3,5 Grundsolide Leistung im zentralen Mittelfeld, viele Ballkontakte, brachte die meisten Pässe zum Mitspieler, verlor allerdings auffällig viele Zweikämpfe. Dies führte dazu, dass er sich nach Ballverlusten nur mit Fouls zu helfen wusste, die ihm die fünfte Gelbe Karte einbrachten, weswegen er zur Halbzeit gehen musste. Bereitete durch seine Kopfball-Weitergabe auf Sestak allerdings das 1:0 mit vor. Joel Epalle: 2 Dreh- und Angelpunkt im Bochumer Offensivspiel, überall zu finden, zu jeder Schandtat bereit, mit genialen Pässen und einem gefühlten Halbmarathon als Laufleistung. Musste in der 78. Minute völlig entkräftet vom Feld und bekam Standing Ovations. Stanislav Sestak: 2 Vorbereiter des 1:0 und des 2:0, immer anspielbar, mit vielen guten Möglichkeiten und dem stets wachen Auge für den Mitspieler. Marcin Mieciel: 1,5 Schrammte knapp an der glatten Eins vorbei, weil er seinen möglichen Hattrick in Halbzeit eins nicht machte und sich in den zweiten 45 Minuten etwas zurückzog. Vollstreckte die Vorlagen von Sestak eiskalt. Daniel Imhof: 3,5 Kam zur Pause für den Gelb-Rot-gefährdeten Zdebel und erledigte seine Sache souverän und ordentlich, ohne zu glänzen. Da Bielefeld insgesamt wenig durch die Mitte versuchte, lief auch vieles an ihm vorbei. So gewann er alle seine Zweikämpfe, musste aber nicht viele davon bestreiten. Arminia Bielefeld Rowen Fernandez: 4,5 Machte seine Sache eigentlich gut, klärte einmal hervorragend gegen Dabrowski, aber eben dessen Tor kostete ihn die positive Bewertung. Statt den kullernden Ball einfach aufzuheben, griff er ins absolute Nichts, vielleicht hatte er ein Zwei-Euro-Stück auf dem Rasen liegen sehen, was für ein Patzer. Oliver Kirch: 5 Von Fuchs und Zdebel / Imhof nur wenig gefordert, aber auch wenig engagiert. Beim 1:0 war er zwar anwesend, konnte aber nichts verhindern, weil er in der Mitte hinter Mieciel hertrottete, wirkte auch bei vielen anderen Bochumer Angriffen desorientiert, bzw. griff nicht ins Geschehen ein. Markus Bollmann: 4,5 Hatte seine Seite mal im Griff, mal nicht. Insbesondere wenn Epalle über rechts kam, war der Armine mit seinem Latein schnell am Ende. Verlor als Abwehrspieler die Mehrzahl seiner Zweikämpfe, fast immer gegen den Kameruner. Insgesamt aber bemühter und kampfbereiter als seine Kollegen. Radim Kucera: 5,5 Stand immer schlecht, wenn es drauf ankam. Beim 1:0 abseits des Geschehens, beim 2:0 Gegenspieler von Torschütze Mieciel. Beim 3:0 hätte er nach Fernandez’ Faustabwehr klären und Dabrowskis Schuss verhindern können, was ihm aber nicht gelang. Matthias Langkamp: 6 Totalausfall. Konnte trotz besserer Position zum Ball weder beim 1:0 noch beim 2:0 Sestaks Anspiel in die Mitte verhindern, im Gegenteil, er stellte sich an wie ein zukünftiger Kreisklassespieler in der B-Jugend. Sprang beim Kopfball von Mieciel, der leicht das 3.0 hätte sein können, nicht einmal mit hoch, wurde anschließend noch in Hälfte eins ausgewechselt. Zwischendurch noch ein langer „Pass“ auf die Tribüne. Thorben Marx: 3,5 Bemüht, aber ohne Fortune, mit vier Torschüssen aus der Distanz, denen es allerdings allen an Präzision mangelte. Stets anspielbar, verlor allerdings auch mehr als die Hälfte seiner Zweikämpfe. Trotzdem: An ihm lag es nicht. Jörg Böhme: 4,5 Ein, zwei Standards ohne Durchschlagskraft und ein schöner Flankenwechsel auf die rechte Seite zu Wichniarek. Ansonsten unauffällig, zum Teil sogar lustlos bzw. frustvoll, später ausgewechselt. Rüdiger Kauf: 3 Bester Bielefelder, vertrat seinen Kapitän Matthias Hain würdevoll. Gab nie auf, trieb seine Kollegen an, holte die Freistöße raus, die andere nicht nutzen konnten, gewann die Mehrzahl seiner Zweikämpfe. Artur Wichniarek: 4 Arbeitete viel, holte sich die Bälle im Mittelfeld, flankte zweimal auf den Kollegen Zuma, schoss aber auch nur einmal aufs Tor. Wurde insgesamt weitgehend hängen gelassen. Sibusiso Zuma: 4 Insgesamt mit mehr Chancen als Kollege Wichniarek, allerdings auch ohne Durchschlagskraft. Schoss und köpfte vier Mal, ohne auch nur einen dieser Bälle wirklich gefährlich aufs Tor zu bringen. Insbesondere sein Kopfball am langen Pfosten in der 69. Minute nach einer herrlichen Flanke von Wichniarek hätte zumindest auf das Tor des dann wahrscheinlich chancenlosen Renno kommen müssen. Bernd Korzynietz: 3,5 Ersetzte den clownesken Langkamp und brachte sofort mehr Ordnung in die Bielefelder Abwehr. Beim Gegentor in Halbzeit zwei absolut unbeteiligt, klar der beste Bielefelder Abwehrspieler, klärte noch einmal in höchster Not per Kopf, verlor aber auch den ein oder anderen Zweikampf. |