In den Ardennen spielte das Wetter wieder eine wichtige Rolle
Beim Großen Preis von Belgien hat das unberechenbare Wetter in Spa beim Qualifying für reichlich Spannung gesorgt. Den Durchblick behielt Red Bull-Pilot Mark Webber, der sich die Pole-Position vor Lewis Hamilton im McLaren sicherte. Dritter wurde Robert Kubica im Renault vor Sebastian Vettel.
Regen am Anfang und Ende des Qualifiyings sorgte für spannende Momente. Webber legte gleich zum Auftakt des entscheidenden Durchgangs eine glänzende Zeit hin und profitierte davon, dass drei Minuten vor dem Ende leichter Nieselregen im Start-Ziel-Bereich einsetzte. Als einziger Fahrer trotzte Hamilton diesen Verhältnissen und verbesserte im letzten Versuch deutlich seine Bestzeit und sicherte sich den Platz neben Webber in der ersten Startreihe.
Vettel konnte sich nicht mehr steigern und musste mit Rang vier zufrieden sein. Adrian Sutil und Nico Hülkenberg landeten auf den Plätzen acht und neun. Verlierer dieser Lotterie war schließlich Fernando Alonso, der in seinem Ferrari von Rang zehn ins Rennen gehen muss.
Chaotischer erster Durchgang
Richtig chaotisch ging es im ersten Durchgang zu. Bei trockenen Bedingungen gingen gleich zu Beginn nahezu alle Fahrer auf die Strecke, da jeden Moment mit einem Regenschauer zu rechnen war. Vitaly Petrov machte jedoch allen einen Strich durch die Rechnung.
Nach einem Unfall des Renault-Piloten wurde das Training unterbrochen. Nach der erneuten Freigabe eilten die Piloten zurück auf die Strecke, doch kaum waren sie unterwegs, da setzte der Regen ein. Etliche Fahrer drehten sich oder landeten im Kiesbett. Es blieb jedoch bei einem Schauer und so verbesserten sich die Verhältnisse gegen Ende des ersten Durchgangs wieder. Am Ende einer abwechslungsreichen Session schieden Petrov, di Grassi, de la Rosa, Yamamoto, Senna, Kobayashi und Trulli aus.
Reaktionen:
1/4
Sebastian Vettel: "Es war sehr eng. Bei dem Wetter hätte alles rausspringen können. Im Rennen ist wieder alles drin."
Silberpfeile enttäuschen
Timo Glock durfte sich damit über einen Platz im zweiten Qualifikationsdurchgang freuen. Inzwischen war die Sonne wieder herausgekommen und die Strecke schnell abgetrocknet. Glock hatte schließlich keine Chance mehr. Am Ende belegte der Virgin-Fahrer Rang 17. Nach Ende der Qualifikation ahndeten die Rennkommissare jedoch ein angebliches Blockade-Manöver Glocks gegen den Japaner Sakon Yamamoto (HRT) mit einer Strafe von fünf Startpositionen.
Enttäuschend endete der zweite Durchgang auch für die Silberpfeile von Michael Schumacher und Nico Rosberg. Der Rekordweltmeister wurde in den letzten Sekunde der Session auf den elften Rang durchgereicht, direkt hinter ihm landete seine Teamkollege. Schumacher wurde auf seiner letzten Runde im Verkehr aufgehalten und verpasste dadurch wohl den Sprung unter die ersten Zehn.
Zudem muss der 41-Jährige wegen seines Rüpel-Manövers gegen Rubens Barichello in Ungarn beim Rennen zehn Plätze weiter hinten starten. Auch sein Teamgefährte Nico Rosberg scheiterte vorzeitig und wurde Zwölfter. "Die Neuerungen haben nicht so funktioniert", erklärte der Wiesbadener. Wegen eines Getriebewechsels wird er um fünf Plätze strafversetzt.