Fernando Alonso feierte einen perfekten Einstand bei Ferrari
Lange Zeit sah Sebastian Vettel beim Großen Preis von Bahrain wie der sichere Sieger aus, doch dann machte ihm sein Auspuff Probleme und so durfte Ferrari beim ersten Saisonrennen einen Doppelsieg feiern. Fernando Alonso gewann vor Felipe Massa, Vettel wurde am Ende Vierter.
Den dritten Platz sicherte sich Lews Hamilton (McLaren). Mercedes mit Nico Rosberg und Michael Schumacher landete auf den Plätzen fünf und sechs. sportal.de sah aber ein weitgehend ereignisloses Rennen.
Klarer Sieger des Starts war noch Vettel gewesen. Der WM-Zweite des Vorjahres setzte sich deutlich an die Spitze vor die beiden Ferraris mit Alonso und Massa, die in der ersten Runde die Plätze tauschten. Rosberg gewann einen Platz gegen Hamilton und Schumacher schnappte sich Mark Webber (Red Bull), aus dessen Auto viel Qualm austrat, der aber trotzdem weiterfahren konnte.
Sutil verliert am Start
Leidtragender der Qualmwolke war Adrian Sutil (Force India), der mit Robert Kubica (Renault) kollidierte und vom zehnten auf den 22. Platz zurückfiel. Nach zwei Runden war das Rennen für Karun Chandhok im neuen HRT bereits beendet, und der Inder musste seinen Wagen abstellen. Beide Autos des neuen spanischen Rennstalls waren vorsichtshalber aus der Boxengasse gestartet.
Nico Hülkenberg (Williams), als 13. ins Rennen gegangen, verlor nach einem Dreher in der dritten Runde viele Plätze, konnte nach einem Boxenstopp aber weiterfahren - als 21. ohne Chance auf WM-Punkte.
Während Vettel und die beiden Ferraris vorne konstant gleiche Rundenzeiten fuhren und jeweils nur zwischen zwei und drei Sekunden auseinander lagen, konnte Rosberg nicht mithalten und verlor auf das Spitzentrio, hinter sich aber Hamilton, der auf der Lauer lag. Schumacher fuhr seinerseits drei bis vier Sekunden hinter dem Briten, während Webber hinter ihm nah aufrückte.
Keine Veränderung in den Top Ten
An den ersten zehn Plätzen änderte sich bis zur 16. Runde nichts. Auf weichen Reifen riskierten die Fahrer wenig und warteten auf die harten Mischungen, um anzugreifen. Hamilton und Schumacher kamen als erste der Top Ten in die Box und zogen harte Pneus auf.
Reaktionen:
1/6
Michael Schumacher (Mercedes): "Ich weiß, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Es wäre verfrüht, jetzt schon Prognosen zu wagen. Ich habe schon häufiger zu Beginn große Abstände gehabt und bin dann am Ende um die Meisterschaft gefahren. Es hat Spaß gemacht. Es ging darum, keine Fehler zu machen und das Auto sicher nach Hause zu bringen."
Rosberg verlor in der Boxengasse einige Sekunden wegen starken Verkehrs und im Rennen damit seinen vierten Platz an Hamilton, der nun vor den beiden Mercedes lag. Vettels Team absolvierte einen Blitz-Reifenwechsel und konnte da noch einige Sekunden gewinnen. Für Glock war das Rennen in der 18. Runde beendet, da er nicht mehr in den dritten Gang schalten konnte. Bruno Senna stellte den zweiten HRT eine Runde später ab.
In der 21. Runde kam Vitantonio als letzter der ersten Zehn an die Box. Sieger der ersten Wechsel-Runde war Hamilton, der mit Rosberg die Plätze tauschte. Die Ferraris kamen nun wieder dichter an Vettel heran, hatten offensichtlich die besseren Reifen erwischt.
Ein Boxenstopp
Zur Hälfte des Rennens deutete sich an, dass die meisten Spitzenteams nur mit einem Boxenstopp geplant hatten, so bekam Jenson Button (McLaren), auf Platz sieben hinter Schumacher liegend, über Funk die Anweisung, reifenschonender zu fahren. An der Spitze änderte sich nichts: Vettel führte drei Sekunden vor Alonso, Massa weitere zwei Sekunden dahinter.
Lange ging es für Red Bull gut, doch in der 34. Runde meldete Vettel Getriebeprobleme an die Box. Alonso zog ganz locker vorbei und wenige Meter später folgte Massa. Für den Deutschen ging es nun darum, irgendwie noch in den Punkterängen ins Ziel zu kommen. Während Vettel nun einen weiteren Rang an Hamilton verlor, machte Alonso an der Spitze richtig Dampf und hängte seinen Teamkollegen Massa ab. Schnell hatte der Spanier sechs Sekunden Vorsprung herausgefahren.
Ferrari fuhr einem nun ungefährdeten Doppelsieg entgegen. Spannend war noch, ob Vettel seinen vierten Platz gegen Rosberg würde halten können. Der Mercedes-Pilot machte Runde für Runde zwischen ein und zwei Sekunden gut und in der letzten Runde hing er Vettel im Heck, doch er hatte keine Chance mehr zu überholen.
Fernando Alonso feierte mit seinem Sieg und am Ende über 14 Sekunden Vorsprung auf Massa einen perfekten Einstand bei Ferrari. Hamilton rollte als Dritter über die Ziellinie. Titelverteidiger Jenson Button musste sich mit dem siebten Platz zufrieden geben. Sutil fuhr noch auf den zwölften Platz vor, Hülkenberg wurde 14.
Während sich Lotus den Status des Geheimfavoriten erfuhr, standen bei Red Bull und Ferrari zu oft die Räder still. Es wurde getestet und gemessen, am Ende waren alle zufrieden, aber nicht gleichauf. sportal.de hat die ersten Erkenntnisse.