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Vettel sichert sich die Pole Position
Vettel sichert sich die Pole Position
Sebastian Vettel ließ nicht nur die deutsche Konkurrenz hinter sich

Platz sieben für den siebenmaligen Weltmeister - Pole für den Kronprinzen: Sebastian Vettel hat Formel-1-Rückkehrer Michael Schumacher gewaltig die Schau gestohlen.

"Eine besondere Nummer, die zu mir passt. Ich hoffe, dass ich sie im Laufe der Saison hinunter arbeiten werde", meinte Schumacher nach der Qualifikation zum Großen Preis von Bahrain und kündigte an: "Wir haben noch einiges am Auto zu arbeiten, um nach vorn zu kommen." Sein Heppenheimer Rivale raste im Red Bull indes in der Wüste von Sachir bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad auf den ersten Platz.

Grüße an Oma und Opa

"Es ist fantastisch, dass wir auf der Pole stehen. Das ist eine große Überraschung", konstatierte der gut gelaunte 22 Jahre alte Vizeweltmeister, nachdem er am Abend zuvor "noch so einen Hals" gehabt hatte. Vettel, der es sich nicht nehmen ließ, einen besonderen Gruß an seine Großeltern via TV zu schicken ("Die fallen fast jedes Mal um vor dem Fernseher"), distanzierte Schumacher um fast anderthalb Sekunden.

Der 41-Jährige schaffte es in seinem ersten Qualifying seit dem 21. Oktober 2006 im Mercedes aber immerhin auf den beachtlichen siebten Rang - noch einen vor dem aktuellen Weltmeister Jenson Button im McLaren-Mercedes.

Schumachers Teamkollege Nico Rosberg - Tags zuvor noch mit Tagesbestzeit - kam auf den fünften Rang hinter dem viertplatzierten Ex-Champion Lewis Hamilton im zweiten McLaren. "Ich habe mir mehr erhofft. Ich hatte auf die Pole gehofft. Aber mehr als Platz vier wäre nicht drin gewesen", sagte der Wiesbadener.

Strategie kaum möglich

"Die Möglichkeit, sich über die Strategie zu verbessern, ist sehr gering", befand sein ruhmreicher Teamkollege - auch wegen des Nachtankverbots für die Boliden, die nach dem Qualifying randvoll getankt wurden für das Rennen.

Ihren starken Eindruck von den Testfahrten im vergangenen Monat bestätigten Felipe Massa und Fernando Alonso. Massa, der seit seinem Quali-Unfall in Ungarn Ende Juli kein Rennen mehr bestritten hatte, wurde Zweiter. "Ich hatte erwartet, dass wir mit Mercedes und Red Bull kämpfen, aber Sebastian hat einen Schritt voraus gemacht", meinte der Brasilianer. Sein Ferrari-Teamkollege, der zweimalige Champion Alonso aus Spanien, kam auf Rang drei. "Wir sind extrem zufrieden mit dem Ergebnis bis jetzt", meinte er.

Noch unter die Top Ten schaffte es Adrian Sutil aus Gräfelfing im Force India (10.), Neuling Nico Hülkenberg aus Emmerich kam im Williams auf den 13. Platz. Timo Glock aus Wersau schied schon im ersten Zeitabschnitt mit dem neuen Virgin-Rennwagen aus.

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Nico Hülkenberg : "Der Ärger überwiegt. Das Ziel war, unter die Top Ten zu kommen."
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Button knapp in die Top Ten

Den schaffte Schumacher locker: Endlich war es soweit - auch wenn die Ränge am Bahrain International Circuit trotz Schumacher-Comebacks nicht voll besetzt waren. Erster Zeitabschnitt: kein Problem für den 91-maligen Grand-Prix-Gewinner. Platz neun, damit sicher weiter. Etwas knapper wurde es in Phase zwei: Noch 17 Autos im Rennen um die besten Plätze, sieben mussten raus.

Schumacher, der in der Garage im Auto sitzend auch noch mal die Daten checkte, schaffte es, wurde wieder Neunter. Er war zu diesem Zeitpunkt schlechtester der insgesamt vier verbliebenen Deutschen. So eben schaffte es da noch Button in die Finalrunden. Mit seinem letzten Versuch rettete er im zweiten Zeitabschnitt Platz zehn.

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Für Debütant Hülkenberg war die erste Formel-1-Qualifikation seiner Karriere dagegen vorzeitig vorbei. "Der Ärger überwiegt. Das Ziel war, unter die Top Ten zu kommen", sagte der GP2-Gewinner von 2009. Nur Rang 19 gelang Glock. "Von Enttäuschung kann ich nicht sprechen", sagte er aber.

Angesichts des wenig konkurrenzfähigen Autos des neuen Virgin-Rennstalls, das im Training sogar ein Rad verlor, war der Wersauer ganz zufrieden. "Ich bin froh, dass wir das beste der neuen Teams sind. Das ist unser Ziel. Wer gedacht hat, wir kommen hierher und fahren in die Top fünf, da müsste man sagen, dass die anderen was falsch gemacht hätten."

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