Das ist neu in der Formel 1

Nico Hülkenberg bringt frisches Blut in die Formel 1
Am Wochenende beginnt in Bahrain die neue Formel-1-Saison und es kehren nicht nur alte Bekannte zurück, sondern es gibt auch jede Menge Neuerungen. sportal.de hat die wichtigsten für Sie zusammengefasst.
Gut getankt ist halb gewonnen. Im Vergleich zur Vorsaison, als umfassende Änderungen bei den Aerodynamik-Regeln für eine Neuordnung der Teams sorgten, sind die Neuerungen dieses Jahr eher welche, die die Taktik betreffen werden. In Zukunft wird es keine Tankstopps mehr geben, die Autos bekommen größere Tanks, um damit das komplette Rennen bestreiten zu können. An die Box wird nur noch gefahren, um die Reifen zu wechseln. Der Benzinverbrauch der Motoren spielt nun also eine Rolle, zudem wurden die Vorderreifen 25 Millimeter schmaler.
Eine weitere Änderung betrifft ebenfalls die Reifen und die Qualifikation. Die zehn besten Fahrer aus dem Qualifying bekommen ein kleines Handicap und müssen mit den Reifen ins Rennen gehen, mit denen sie ihre schnellste Runde absolviert haben.
Neu sind natürlich auch einige Fahrer. GP2-Champion Nico Hülkenberg versucht nun bei Williams sein Glück als Stammfahrer und der mit Bruno Senna kehrt ein großer Name in die Formel 1 zurück. Der Neffe des 1994 tötlich verunglückten Ayrton Senna geht für das spanische Hispania-Team an den Start. Der Russe Vitaly Petrov fährt für Renault und Karun Chandhok aus Indien gehr für das neue HRT-Team an den Start.
Wobei wir auch schon bei den neuen Teams wären. Nicht weniger als vier neue Rennställe versuchen in der Motorsport-Königsklasse ihre Glück. Neben HRT aus Spanien kommt das englische Virgin-Team neu hinzu. Die beiden bekamen neben USF1, das ja bereits die komplette Saison absagen musste, bereits im Sommer 2009 den Zuschlag.
Danach rückte noch Lotus aus Malaysia für BMW Sauber nach und Peter Sauber bekam die Lizenz von Toyota und geht wieder mit einem eigenen Team ins Rennen.
Max Mosley ist Geschichte, Jean Todt der neue Kopf der FIA. Der frühere Boss von Michael Schumacher als Ferrari-Teamchef löste Mosley an der Spitze des Motorsport-Weltverbandes ab und leitet seit diesem Jahr die Geschicke des Motorsports.
Mehr Punkte für mehr Fahrer. Das Punktesystem wurde noch einmal ausgebaut. Nun gibt es für die ersten zehn Fahrer jeden Rennens Punkte auf ihr Konto und das ihrer Teams. Für den Sieger gibt es 25, der Zweite bekommt 18, 15, 12,10, 8, 6, 4, 2 und 1 Punkt sind die weiteren Abstände.
Und wieder einmal gibt es einen neuen Grand Prix. Nach Abu Dhabi in der vergangenen Saison, geht es für die Fahrer und Teams nun erstmalig nach Südkorea. Am 17. Oktober gehen die Boliden auf die Strecke in Yeongam, die wie fast alle neuen Kurse vom Aachener Architekten Hermann Tilke entworfen wurde.
Henning Schulz