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Ferrari vor WM-Auftakt zum Favoriten erklärt
Ferrari vor WM-Auftakt zum Favoriten erklärt
Fernando Alonso: ''Das beste Auto, das ich jemals gefahren bin''

Nur mit Vorschusslorbeeren ist noch niemand Weltmeister geworden, geht es aber nach Michael Schumacher, führt der WM-Titel nur über die Roten aus Italien. Schumi selbst verbreitet zwei Wochen vor dem WM-Auftakt in Bahrain immer mehr Zuversicht.

"Gestern war ich ein wenig pessimistisch, aber da kannte ich die Daten nicht. Nachdem ich sie nun gesehen habe, muss ich sagen, dass es gar nicht so übel ist", sagte Schumacher auf dem Grand-Prix-Kurs in Barcelona. Zuvor hatte er noch verlauten lassen: "Wir sind nicht in der Position, in der wir gerne sein wollen, um gleich die ersten Rennen zu gewinnen."

"Der Favorit ist Ferrari"

In der Pole Position befindet sich nach dem Eindruck der 15 offiziellen Testtage indes Ferrari. "Ich denke, im Moment sieht es so aus, dass Felipe (Massa) und Fernando (Alonso) das Maß sind", sagte Schumacher. "Der Favorit ist Ferrari", pflichtete Vizeweltmeister Sebastian Vettel bei und meinte: "Was dahinter kommt ist wurscht, es geht darum zu gewinnen."

Und auch sein Teamchef Christian Horner räumte ein: "Ferrari ist das Team, das man schlagen muss." Wie eine Drohung klingt da schon die Liebeserklärung des zweimaligen Titelträgers Alonso für seine Rote Göttin: "Das ist das beste Auto, das ich jemals gefahren bin."

Massa, einst Schüler von Schumacher, formulierte seine Kampfansage freundlich, aber bestimmt. Die Freundschaft werde auf der Strecke ruhen. "Alles, was ich von Michael gelernt habe, kann ich gegen ihn verwenden." Ein WM-Zweikampf mit Schumacher wäre "fantastisch", sagte der Brasilianer, dessen Ungarn-Unfall im vergangenen Sommer den Kerpener überhaupt erst wieder zurück in einen Formel-1-Wagen gebracht hatte, in einem Interview der Bild am Sonntag. "Ich hoffe, ich wäre vorn. Michael würde sich schrecklich ärgern. Über sich selbst!"

Massa wartet sehnsüchtig auf seinen ersten Titel, siebenmal stand Schumacher am Saisonende schon ganz oben. Was zählt, weiß der 41 Jahre als PS-Star also nur zu genau. "Unser Ziel ist es, in Bahrain nicht zu weit weg von den Besten zu sein. Doch die Saison ist lang. Es gibt keinen Grund, warum wir nicht um die Meisterschaft mitkämpfen sollten", befand der 91-malige Grand-Prix-Gewinner.

Vettel fehlt die Zuversicht

"Michaels Erfahrung ist wertvoll", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, "aber an die Spitze kommen wir nur, wenn unser technisches Paket perfekt ist und wir den besten und zuverlässigsten Rennwagen bauen, den Nico und Michael am Limit bewegen, um Rennen zu gewinnen". Man habe eine gute Basis und könne sich sicher noch weiter steigern - "unsere Richtung stimmt, das haben die Tests der letzten vier Wochen gezeigt".

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Und was ist mit dem neuen Red Bull, mit dem Vettel in diesem Jahr seinem einstigen Kindheitsidol Schumacher die Schau stehlen will. "Wir sind ungefähr dabei. Das wird schon passen", sagte Vettel, der mit seinem Team an drei der vier Testphasen im Februar teilgenommen hatte. Zu Beginn in Valencia war der neue Red Bull RB6 noch nicht fertig. "Wir bleiben ein bisschen zu oft stehen", monierte allerdings Vettels Teamkollege Mark Webber. "Nichts Gravierendes", meinte Teamchef Horner, "aber auch Kleinigkeiten können dich stoppen."

Ferrari vorn - und was kommt dann? "Ich weiß nicht, ob ich ein Siegerauto habe", sagte Lewis Hamilton von McLaren-Mercedes kleinlaut. "Für Bahrain erwarte ich nicht mehr viel Neues." Das Zeug für eine Überraschung beim Grand-Prix-Wochenende vom 12. bis 14. März in Bahrain könnten Sauber, Toro Rosso und Williams mit dem deutschen Formel-1-Neuling Nico Hülkenberg haben. Teamchef Franz Tost von Toro Rosso glaubt allerdings, dass sich die großen Teams nach den ersten Rennen durchsetzen werden, "weil sie mehr Geld, mehr Leute und die bessere Infrastruktur haben, ihre Autos weiterzuentwickeln".

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