Toyota gibt Startplatz zurück und macht den Weg frei für Sauber
Peter Sauber
Die "13" soll für den Sauber-Rennstall zur Glückzahl werden. Das private Team erhielt den 13. und letzten Startplatz in der Formel-1-Saison 2010. Der Automobil- Weltverband FIA bestätigte, dass der Antrag angenommen wurde.
In der Mitteilung wurde zwar noch aus formalen Gründen von BMW-Sauber geschrieben. Doch schon seit Monaten steht der Rückzug von BMW aus der Königsklasse fest. "Damit geht eine schwierige Phase der Ungewissheit zu Ende. Das Team kann sich nun voll auf die Saisonvorbereitung konzentrieren", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.
In der vergangenen Woche hatte der Schweizer Peter Sauber sein altes Team von dem Münchner Konzern zurückgekauft. Das FIA-Statement erfolgte nur wenige Stunden nach der Bekanntgabe von Toyota, seinen Startplatz für die Saison 2010 zurückgegeben zu haben. Offen ist noch, ob Renault ebenfalls die Ausfahrt aus dem teuren Kreisverkehr nimmt.
Heidfeld mit Ambitionen auf ein Sauber-Cockpit
Während für Toyota die Lichter ausgehen, will Sauber 2010 für alten Glanz sorgen. In der offiziellen Startliste für die nächste Saison war das Team zwar nicht genannt worden. Doch nachdem Peter Sauber sich mit Rückzieher BMW auf eine Übernahme einigen konnte, stehen die Ampeln praktisch auf Grün.
Als einer der zwei Fahrer wird der Deutsche Nick Heidfeld gehandelt. "Ich begrüße es, dass Peter Sauber mit BMW eine Einigung erzielen konnte. Ich denke, Peter ist die beste Lösung für das Team", sagte der 167-malige Grand-Prix-Teilnehmer jüngst. Heidfeld war schon zu einstigen Sauber-Zeiten für den Schweizer gefahren und hatte auch die Ära BMW-Sauber mitbestritten und -gestaltet.
Toyota verkauft komplettes Formel-1-Programm
Sauber muss nun auf das Okay des Automobil-Weltverbandes FIA warten. Für Toyota gilt noch, die Verpflichtungen durch die Unterzeichnung des Concorde Agreements zu klären. Die Japaner hatten sich eigentlich bis einschließlich 2012 zur Formel 1 bekannt, dann aber doch eine Vollbremsung hingelegt.
Seit der Bekanntgabe des Rückzugs rankten sich auch Verkaufs-Spekulationen um das in Köln-Marsdorf beheimatete Team. Der serbische Geschäftsmann Zoran Stefanovic bekundete sein Interesse. Zum Verkauf sollen mittlerweile das für 2010 gefertigte Chassis sowie weiteres Equipment stehen. Angeblich soll auch der japanische Pilot Kamui Kobayashi zum Paket gehört haben.
Toyota sucht Kompromiss für Concorde Agreement
Die FIA selbst hatte auf der Startliste für 2010 in einer Fußnote vermerkt, dass sich der japanische Autobauer durch die Unterzeichnung des sogenannten Concorde Agreements verpflichtet habe, ein Team zu stellen. Eine Bekanntgabe zu diesem Thema werde zu gegebener Zeit erfolgen, hatte es geheißen. Auf der Homepage des Magazins "autosport" wurde ein Toyota-Sprecher zitiert, wonach man in Gesprächen mit Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone sei und nach einer Lösung im Sinne aller Parteien suche.
Während sich Lotus den Status des Geheimfavoriten erfuhr, standen bei Red Bull und Ferrari zu oft die Räder still. Es wurde getestet und gemessen, am Ende waren alle zufrieden, aber nicht gleichauf. Wir haben die ersten Erkenntnisse der neuen Saison.