Klage der Kassel Huskies vom DEL-Schiedsgericht abgewiesen

Gernot Tripcke und die DEL gehen in die nächste Runde mit den Huskies
Der juristische Kampf um die Lizenz zwischen den Kassel Huskies und der DEL geht in die nächste Runde. Ein DEL-Schiedsgericht hat in München die Klage des Clubs gegen den Lizenzentzug abgewiesen, teilten Club und Liga übereinstimmend mit.
"Die DEL wird beim Oberlandesgericht München die Vollstreckbarkeit des Schiedsspruchs beantragen, da davon auszugehen ist, dass Kassel das Urteil nicht akzeptiert", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke.
Die von der Insolvenz bedrohten Nordhessen bleiben nach dem Schiedsspruch aber vorerst weiter DEL-Club. Die einstweilige Verfügung des Landgerichts Köln, nach der der Ausschluss der Huskies aus der DEL nicht erfolgen darf, ist weiter in Kraft. "Mit einer Bestätigung des Schiedsspruchs durch das OLG München wäre die einstweilige Verfügung allerdings hinfällig", erklärte Tripcke.
Kassels Geschäftsführer: "Eklatanter Fall von Rechtsmissbräuchen"
Die Huskies kritisierten das Schiedsgericht. Nach Ansicht von Kassel besteht zwischen den "Schiedsrichtern" und den Clubs der DEL kein wirksamer Vertrag. Zudem habe keine Wahl der Schiedsmänner stattgefunden, hieß es in einer Presseerklärung des Vereins. Es sei in rechtswidriger Weise verhandelt worden. Erkennbar wäre es der DEL nur um die Schlagzeile gegangen, dass der Lizenzentzug vom Schiedsgericht bestätigt wurde.
"Mir ist in meinem gesamten beruflichen Leben noch nicht ein solch eklatanter Fall von vielen Rechtsmissbräuchen hintereinander vorgekommen. Es ist unfassbar, wie sich bis dahin unbescholtene Menschen persönlich ins Abseits stellen und zum Erreichen eines juristisch nicht machbaren Zieles durch fragwürdige und teilweise sogar strafbare Manipulationen den finanziellen persönlichen Ruin in Kauf nehmen", wird Kassels Geschäftsführer und Rechtsanwalt Fritz Westhelle, der laut Tripcke während der Schiedsgerichts-Verhandlung telefonisch nicht erreichbar war, in der Presseerklärung zitiert.