Runder Tisch soll DEL-Krise beenden

Lorenz Funk
Die immer weiter zurückgehenden Zuschauerzahlen und die finanziellen Probleme einiger Clubs haben die DEL-Manager auf den Plan gerufen. Gemeinsam suchen sie einen Ausweg aus der Krise.
"Das alles hat dazu geführt, dass wir uns einig sind, dass wir vieles verbessern müssen - nicht jeder für sich alleine und nicht aus Egoismus", sagte Manager Lorenz Funk von den Nürnberg Ice Tigers in einem Interview mit den Nürnberger Nachrichten. In Zukunft wollen sich die Manager der DEL-Vereine in verschiedenen Gremien laut Funk so oft treffen, "wie das in den letzten 16 Jahren nicht der Fall war".
Bereits in der kommenden Woche haben die DEL-Manager ein Treffen in Köln vereinbart. "Wir versuchen, dass wir uns in allen Bereichen verbessern. Es sollte nicht so sein, dass immer die gleichen Leute die Entscheidungen treffen, sondern die besten Leute", betonte Funk, "es geht ums deutsche Eishockey."
Deutschen Nachwuchs stärken
Diskussionspunkte sind Ausländerregelung, Nachwuchsarbeit und Nationalmannschaft. Nach Funks Ansicht spielen seit Öffnung der Liga im Jahr 1996 zu viele Ausländer in der DEL, "wer aber jetzt sagt, wir müssen innerhalb eines Jahres die Ausländer stark reduzieren, der hat keine Ahnung von diesem Geschäft. Es ist nicht machbar, dann die Qualität der Liga zu halten".
Kritik, die Nationalmannschaft habe wegen des engen DEL-Programms wenig Zeit zur Vorbereitung, kann Funk nicht nachvollziehen: "Das wird seit mindestens zwanzig Jahren als Ausrede benutzt. Andere Länder haben genauso wenig Zeit". Bei der Nachwuchsarbeit ist laut Funk "die Ausbildung in der Breite nicht gut genug. Da müssen wir in der Laufschule und im goldenen Lehralter zwischen acht und zwölf Jahren besser arbeiten und qualifiziertere Trainer anstellen".