Champions League scheitert an Finanzproblemen

Die Trophäe bleibt ab jetzt im Schrank
Eine Fortsetzung des Experiments Champions League ist endgültig vom Eis. Vor allem wegen finanzieller Probleme wurde der Plan für eine Neuauflage der zum ersten und einzigen Mal in der Saison 2009/09 ausgetragenen Serie zu den Akten gelegt.
Das teilte der Weltverband IIHF, der seit drei Monaten an einem langfristigen Konzept arbeitete, jetzt mit. Ursprünglich war geplant, dass von September an die acht Landesmeister aus Deutschland, Russland, der Schweiz, Finnland, der Tschechischen Republik, der Slowakei und Schweden in 14 Partien gegeneinander spielen sollten.
Die Clubs und Ligen konnten sich aber weder über Termine noch Finanzierung einigen, erklärte die International Ice-Hockey-Federation IIHF. Ursprünglich sollte der Wettbewerb auf 22 europäische Länder ausgedehnt werden. Angeblich hätten neue Geldgeber bereit gestanden, wie der IIHF-Marketingpartner erklärte.
Fasel bedauert Entwicklung
In der ersten und einzigen Champions-League-Runde 2008/2009 hatten die Eisbären Berlin vor einem Jahr das Halbfinale verpasst, den Titel hatte sich überraschend das Schweizer Team ZSC Lions als Finalsieger über Metallurg Magnitogorsk/Russland gesichert. Der Haupt-Finanzier der Champions League, das russische Energie-Unternehmen Gazprom, stieg im vergangenen Jahr wegen der Welt-Finanzkrise aus, so dass die Spielzeit 2009/2010 ausgesetzt wurde.
"Wir bedauern zutiefst, das wir diese Entscheidung treffen mussten und die Champions League nicht fortsetzen. Obwohl unser Vorschlag eine faire Balance zwischen Risiko und Gewinnchancen für alle Parteien in Aussicht stellte, konnten einige Mitglieder der europäischen Eishockey-Familie unserer Vision nicht folgen", sagte IIHF-Präsident René Fasel. 75 Prozent aller Einkünfte wären an die beteiligten Ligen und Vereine aufgeteilt worden.