Eisbären knacken 100-Punkte-Marke

Der zweifache Torschütze Sven Felski
Tabellenführer Eisbären Berlin hat in der DEL die 100-Punkte-Marke geknackt. Der Meister feierte im letzten Heimspiel vor der Olympia-Pause einen 4:2-Sieg gegen die Hamburg Freezers und dominiert die DEL weiter nach Belieben. Vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof reichte den Hausherren eine durchschnittliche Leistung zum fünften Erfolg auf eigenem Eis in Serie.
Wegen einer beim Warmschießen zerbrochenen Scheibe hatte die Partie mit 15-minütiger Verspätung begonnen. Beide Teams fanden danach zunächst nicht ins Spiel. Erst nach Francois Fortiers Führungstreffer für die Gäste (12.) wachten die Eisbären auf. Innerhalb von 112 Sekunden drehten die Berliner mit drei Treffern das Spiel zu ihren Gunsten. Richie Regehr, André Rankel mit seinem 20. Saisontor und Sven Felski sorgten für das 3:1.
Auch im zweiten Drittel kamen die Hamburger besser aus den Startlöchern. Clarke Wilms Anschlusstor brachte den Titelverteidiger kurz ins Wanken, ehe erneut Felski die Nerven der Hauptstädter mit seinem zweiten Tor wieder beruhigte. Danach brachten die Gastgeber den Sieg routiniert über die Zeit.
DEG muss Federn lassen
Rivale Düsseldorf steckt dagegen nach einem 4:5 gegen die Adler Mannheim in der Formkrise. Gegen Rekordmeister Mannheim boten die Rheinländer lange Zeit eine schlappe Vorstellung. Scott King (38.) und Marcus Kink (39.) schossen die Adler mit ihrem Doppelschlag auf die Siegerstraße. Im Schlussdrittel erhöhten Colin Forbes, Ronny Arendt und Justin Papineau sogar auf 5:0.
Doch plötzlich erwachte der Kampfgeist der Gastgeber. Adam Couchaine, zweimal Patrick Reimer und Shane Joseph brachten die DEG noch einmal heran. Aber die Mannheimer zitterten sich über die Zeit und wahrten damit ihre Play-Off-Chancen.
Wolfsburg deklassiert Nürnberg
Im Verfolger-Duell deklassierte der Dritte aus Wolfsburg den Vierten Nürnberg 5:1. Dagegen patzten die Frankfurt Lions im Kampf um die direkte Play-Off-Qualifikation und unterlagen Iserlohn daheim überraschend mit 1:3.
Ingolstadt verlor das Süd-Derby in Straubing mit 0:5, nachdem die Panther die vorangegangenen sechs Spiele bei den Niederbayern gewonnen hatten. Schlusslicht Kassel beendete mit dem 6:2 gegen Krefeld seine sechs Partien währende Pleitenserie.
Scorpions ringen die Haie nieder
Im zweiten Nachmittagsspiel bezwang Hannover den Tabellennachbarn Köln nach starker Aufholjagd mit 3:2. Die 2:0-Führung der Haie durch Mats Trygg (13.) und Marcel Müller (17.) glichen André Reiß (21.) und Aris Brimanis (32.) im zweiten Durchgang aus. In der hitzigen Partie kassierten beide Teams reichlich Strafminuten.
Matt Dzieduszycki entschied schließlich mit seinem Überzahl-Tor das Spiel (51.), weil die Gäste in der Schlussphase Pech mit zwei Pfostentreffern hatten. Hannover ist damit auf gutem Weg direkt in die Playoffs, die Kölner müssen dagegen wohl in die Vor-Qualifikation.