Deutschland verliert erst im Penaltyschießen

Travis Mulock lässt sich für sein Tor feiern
Trotz einer starken Leistung musste die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft zum Auftakt des Deutschland Cups in München eine Auftaktniederlage hinnehmen. Die Schützlinge von Bundestrainer Uwe Krupp verloren gegen die USA mit 2:3 nach Penaltyschießen.
Kai Hospelt und Travis Mulock trafen vor nur 5.438 Zuschauern in der Olympiahalle für das kämpferisch überzeugende deutsche Team. Thomas Greilinger vergab den entscheidenden Penalty. Im zweiten Spiel trifft das Krupp-Team auf die Slowakei, die das Eröffnungsspiel gegen die Schweiz mit 2:3 (1:1, 0:1, 1:1) verlor.
Bei der Rückkehr aufs Münchner Eis, wo das Vier-Länder-Turnier letztmals vor zwölf Jahren gespielt wurde, zeigte die rund erneute Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes Eishockey mit Herz und betrieb beim Werbelaufen für Olympia 2018 in München erfolgreiche Wiedergutmachung für die verkorkste Weltmeisterschaft im Frühjahr in der Schweiz.
Starke Neulinge
Dort hatte das DEB-Team nur den 15. Platz erreicht, blieb aber als Gastgeber der nächsten WM (7. bis 23. Mai 2010) in Mannheim und Köln erstklassig. Eisbären-Torwart Rob Zepp mit einem Klasse-Debüt, die beiden anderen Neulinge Jakub Ficenec und Thomas Holzmann sowie Rückkehrer Thomas Greilinger empfahlen sich für Krupps Aufgebot für die Winterspiele (12. bis 28. Februar) in Vancouver.
Die vereinzelten Buh-Rufe gegen Trainer Krupp zu Spielbeginn waren schnell verstummt. Das DEB-Team bot den mit zehn Profis aus der DEL angetreten US-Auswahl gut Paroli, vergaß aber das Toreschießen. Michael Wolf (9.) traf nur den Pfosten, Kai Hospelt (10.) scheiterte in Unterzahl an US-Keeper Jeanmarc Pelletier. Justin Morrison machte es besser und schoss die US-Boys zwei Sekunden vor der Drittelsirene in Führung.
Pfiffe gegen Krupp verstummten
Im zweiten Durchgang brachte das Krupp-Team das Münchner Publikum endgültig auf seine Seite. Innerhalb von 78 Sekunden gelang Hospelt (26.) nach Zuspiel von Greilinger und Mulock (27.) in Unterzahl das 2:2, nachdem zunächst Morrision (24.) den zweimaligen Turniersieger aus den USA mit 2:0 in Front geschossen hatte. Im Schlussdrittel erzwang der glänzende Zepp die Verlängerung.