Ilya Kovalchuk war erneut der überragende Spieler der Russen
Die Eishockey-Fans dürfen sich bei der Eishockey-WM auf ein Traumfinale freuen. Nach Russland, das im Halbfinale die USA mit 3:2 besiegte, erreichte auch Kanada mit einem 3:1 über Schweden das Endspiel. Im Duell der beiden 24-maligen Weltmeister wird ein neuer Rekordtitelträger gesucht.
Die Russen mussten in Bern in einem der besten Spiele bisher bei der WM lange um den 3:2 (0:0, 2:2, 1:0)-Erfolg zittern. Erst ein Tor von Konstantin Gorovikov brachte 1:47 Minuten vor Schluss die Entscheidung.
Kanada mit wenig Mühe
Kanada gewann im Halbfinale 3:1 (1:0, 2:0, 0:1) gegen Schweden und warf den Olympiasieger zum dritten Mal in Folge in der Vorschlussrunde aus dem Rennen. Vor einem Jahr hatte Russland Gastgeber Kanada im Endspiel nach einem 2:4-Rückstand noch mit 5:4 nach Verlängerung entzaubert und war erstmals seit 1993 wieder Weltmeister geworden.
Die Kanadier steuerten nach der Führung durch Derek Roy (7. Minute) sowie einem Doppelschlag durch Shawn Horcoff (30.) und Roy (31.) frühzeitig auf Final-Kurs. Den Schweden gelang trotz guter Chancen nur noch der Anschluss durch Loui Eriksson (47.).
Kovalchuk bringt die Wende
Die Russen agierten zwar überlegen und waren spielerisch das bessere Team, klare Chancen konnten sie sich lange Zeit aber nicht herausspielen. Nach torlosem ersten Drittel leitete ein Fehlpass die überraschende Führung der Amerikaner ein. US-Kapitän Dustin Brown nutzte die unfreiwillige Vorlage und schoss ein (24.).
Dank Superstar Ilya Kovalchuk überwand der Favorit aber den Schock. Zwei Tage nach seinem Viertelfinal-Siegtor gegen Weißrussland schoss der Stürmer der Atlanta Thrashers nach einem Bully kurz und trocken zum Ausgleich ein (32.).
Nur drei Minuten später leitete der Matchwinner des letztjährigen WM-Endspiels mit einem fulminanten Sololauf die Führung durch Alexander Frolov ein, der den Puck eher unfreiwillig ins Tor verlängerte.
Doch die Amerikaner blieben cool: Kyle Okposo schloss eine sehenswerte Kombination zum 2:2 ab (39.) und hatte in Überzahl sogar die Führung auf dem Schläger, traf aber nur den Pfosten (47.). Mehr Glück besaßen die Russen: Als Alexander Radulov im Powerplay Konstantin Gorovikov anschoss, flog der Puck wieder ins Tor.
Die Amerikaner sind 2010 bei der WM in Deutschland neben Auftaktgegner Finnland und Dänemark deutscher Kontrahent. Dies steht schon vor dem Ende der laufenden WM aufgrund der Platzierungen in der neuen Weltrangliste fest. Die Finnen werden demnach am 7. Mai zum Eröffnungsspiel in der Schalke-Arena gegen das DEB-Team antreten.