Sport Live bei sportal.de
Sport Live bei sportal.de
Sport Live bei sportal.de
Sport Live bei sportal.de
Startseite | Live-Ticker | Ergebnisse
EISHOCKEY | WM 2009
Schriftgröße: 
Eishockey-WM: Der Viertelfinalcheck
Eishockey-WM: Der Viertelfinalcheck
NHL-Crack Ilya Kovalchuk sorgt in den Abwehrreihen für Schrecken

Die Eishockey-Weltmeisterschaft tritt in die entscheidende Phase ein. Während die deutschen Cracks nach dem blamablen Auftreten bereits die Heimreise angertreten haben, geht es für die Weltspitze jetzt erst richtig los. In der Finalrunde treffen die besten Teams des Turniers aufeinander - sportal.de gibt einen Ausblick.

Weltmeister Russland und Mitfavorit Kanada stehen im Viertelfinale lösbare Aufgaben bevor. Dank ihrer Topplatzierungen in der Zwischenrunde treffen die beiden Finalisten des Vorjahres auf die Underdogs der Endrunde. Die Sbornaja muss sich gegen Nachbar Weißrussland durchsetzten, Team Canada kriegt es mit Lettland zu tun. Auf dem Papier zwei eindeutige Angelegenheiten für die beiden großen WM-Favoriten.

Die anderen Viertelfinal-Begegnungen versprechen mehr Spannung und Brisanz. Finnland gegen die USA und Schweden gegen Tschechien. Die vier Teams standen sich in gleicher Ansetzung bereits bei der WM 2008 in Kanada gegenüber. Die Entscheidung fiel damals in beiden Partien erst in der Verlängerung. Zwei hart umkämpfte Duelle scheinen vorprogrammiert.

Russland gegen Weißrussland

An Titelverteidiger Russland führt kein Weg vorbei bei. Als einzige Mannschaft geht die Sbornaja mit weißer Weste und damit ungeschlagen in das Viertelfinale. Alle sechs Turnierspiele entschied das Team von Trainer Vyacheslav Bykov für sich. So richtig eng wurde es bisher nur einmal. In der ersten Zwischenrundenpartie gegen Schweden (6:5) fiel die Entscheidung erst in der Verlängerung.

Weiterführende Links:
 
  Ergebnisse
  Tabellen
 

Die fünf Gegentore im Aufeinandertreffen mit den Skandinaviern waren für Bykov Anlass genug, am Defensivverhalten seines Teams zu arbeiten, was sich prompt bezahlt machte. Gegen die USA und Lettland präsentierte sich die russische Hintermannschaft deutlich sattelfester und lies jeweils nur noch einen Gegentreffer zu.

In der Offensive sind die technisch brillanten Russen ohnehin nur schwer zu stoppen. Angeführt von NHL-Star Ilya Kovalchuk (drei Tore, sieben Vorlage) präsentierten sich die Abteilung Attacke der Russen ausgesprochen kaltschnäuzig. Fast 16Prozent aller Schüsse fanden den Weg in das Tor - Spitzenwert der WM. In Überzahl klingelt es im gegnerischen Kasten bei jedem dritten Versuch, elf der 32 Turniertore erzielten die Russen bei numerischer Überlegenheit.

Angesichts dieser Zahlen dürfte den weißrussischen Spielern angst und bange werden. Zum Vergleich: Das Powerplay der Weißrussen ist mit 9,7Prozent Erfolgsquote das schlechteste aller WM-Teams. Elf Turniertore stehen erst zu Buche, soviel wie die Russen alleine in Überzahl erzielt haben.

Die Abwehrarbeit der Osteuropäer funktioniert besser. Aus einer gesicherten Defensive heraus gelangen gleich zwei Überraschungen. Sowohl die favorisierten Slowaken als auch die bärenstarken Finnen mussten sich Weißrussland im Penaltyschiessen mit 1:2 geschlagen geben.

Ein wichtiger Faktor für den Viertelfinaleinzug ist die passende Chemie im Team. Gleich zehn Akteure liefen in der KHL für Dinamo Minsk auf (insgesamt 17 KHL-Spieler), kennen sich also bestens und sind eingespielt. Dazu kommen mit Verteidiger Ruslan Salei (ein Tor, drei Vorlagen) und Stürmer Mikhail Grabovski (drei Tore, drei Vorlagen) zwei NHL-Stars, die das Team anführen.

sportal.de-Prognose: Der Weltmeister schlägt den Nachbarn Weißrussland deutlich.

Finnland gegen USA

Die Vergangenheit spricht eine eindeutige Sprache. Seit 1992 konnten die Finnen zwölf der 16 WM-Vergleiche (ein Unentschieden, drei Niederlagen) für sich entscheiden, in der Finalrunde gingen sogar alle Duelle mit den USA an die Skandinavier. Im vergangenen Jahr standen sich die beiden Teams ebenfalls im WM-Viertelfinale gegenüber, damals siegte Finnland nach Verlängerung mit 3:2.

Der Schwenk Richtung Gegenwart manifestierte die finnische Favoritenrolle. Nach dem Sieg gegen Kanada (4:3 nach Penaltyschießen) gehen die Nordländer mit breiter Brust in das Viertelfinale und haben zudem bewiesen, dass ihnen die nordamerikanische Spielweise auch in diesem Jahr liegt.

Defensiv steht Finnland ausgesprochen sicher, kassierte mit zehn Gegentoren die wenigsten aller WM-Teams (zusammen mit Kanada). In der Vorwärtsbewegung übertrumpft die finnische Offensive die gegnerischen Abwehrreihen mit ihrer läuferischen Klasse, die auch den Kanadiern phasenweise große Mühe bereitete. Mit sechs Treffern gehört Angreifer Niko Kapanen (zudem drei Vorlagen) zu den besten Torschützen des Turniers und wird vermutlich auch die Amerikaner vor Probleme stellen.

Die US-Boys ließen bereits 19 Gegentore zu, soviele wie von den übrigen Viertelfinalteilnehmern sonst nur Schweden. Grund für die Anfälligkeit ist neben der von Zeit zu Zeit schlampigen Abwehrarbeit auch Torhüter Robert Esche. Der bisherige Stammgoalie spielt keine gute Weltmeisterschaft und enttäuschte mit einer Fangquote von gerade einmal 87 Prozent. Im Viertelfinale könnte daher der Nachnominierte Scott Clemmensen Esches Posten übernehmen.

In der Offensive präsentierten sich die USA, wie oftmals in der Vergangenheit, sehr produktiv. Mit 25 Toren erzielten sie vier mehr als der Kontrahent aus Nordeuropa. Die Last des Toreschießens ist dabei auf mehrere Schultern verteilt. Gleich sechs Akteure der Amerikaner waren bisher zweimal oder öfter erfolgreich.

sportal.de-Prognose: Ein torreiches und enges Duell, das am Ende jedoch einmal mehr an die Finnen geht.

Kanada gegen Lettland

Kanada spielt eine ähnlich starke WM wie Russland, musste sich jedoch im letzten Zwischenrundenspiel erstmals geschlagen geben. Nach vielen leichten Aufgaben hatten die Kanadier gegen die schnellen Finnen vor allem eingangs Probleme und verloren am Ende knapp mit 3:4 nach Penaltyschießen.

"Diese Herausforderung war genau das, was dieses Team gebraucht hat. Jetzt wissen wir, was uns in der Finalrunde erwartet", sagte Angreifer Derek Roy nach der Partie. Zuvor hatten die Ahornblätter stets leichtes Spiel. Selbst Tschechien fegten die Kanadier mühelos mit 5:1 vom Eis. Das Team von Headcoach Lindy Ruff ist mit 35 Toren das gefährlichste des Turniers.

In Überzahl sind die Kanadier erst recht eine Klasse für sich. 44 Prozent Erfolgsquote sprechen für sich - ein herausragender Wert. Auch das Unterzahl-Spiel funktioniert gut. Muss es aber auch, denn mit fast 18 Strafminuten pro Spiel wanderte kein anders Viertelfinal-Team so oft in die Kühlbox wie die körperbetont spielenden Nordamerikaner.

"Das könnte in der Finalrunde sicherlich ein Faktor werden", kommentiert Marty St. Louis die kanadische Strafzeitenflut. Der Stürmer ist mit vier Toren und zehn Vorlagen Top-Scorer der WM. Neben St. Louis sind Jason Spezza, Steven Stamkos (beide sechs Tore) und Dany Heatley (fünf) die auffälligsten Offensivakteure und zählen zu besten Turniertorschützen.

Auf Lettlands Schlussmann Edgars Malsalskis wird in der Partie gegen den Vize-Weltmeister also viel Arbeit zukommen. Masalskis ist ein Hauptgrund für das starke Abschneiden seines Teams im bisherigen Turnierverlauf. Mit über 93 Prozent Fangquote gehörte er zu den Spitzenleuten der WM. Beim entscheidenden 2:1-Sieg nach Penaltyschießen gegen die Schweiz macht der lettische Torhüter den Unterschied.

Überraschen konnte Lettland beim 3:2-Sieg nach Penaltyschießen gegen Olympiasieger Schweden. Ähnlich wie die Weißrussen sind die Letten eine eingespielte Einheit. Gleich 15 Spieler liefen in der KHL für Dinamo Riga auf. Verstärkt wird die Truppe durch erfahrene Legionäre wie Krefelds Herberts Vasiljevs (zwei Tore, fünf Vorlagen), der zusammen mit Aleksandrs Nizivijs (drei Tore, drei Vorlagen) Lettlands Topscorer ist.

sportal.de-Prognose: Eine deutliche Angelegenheit zugunsten der Kanadier.

Schweden gegen Tschechien

Die Neuauflage des letztjährigen Viertelfinales verspricht erneut eine ganz enge Angelegenheit zu werden. 2008 in Kanada hatten die Schweden mit 3:2 nach Verlängerung knapp die Nase vorne. Dieses Jahr ergatterten die Schweden einen Punkt mehr in Vor- und Zwischenrunde als Tschechien und präsentierten sich ausgesprochen torfreudig.

Sechs Tore gegen die USA, fünf gegen Russland. Gerade wenn es drauf ankommt scheint die schwedische Offensive förmlich zu explodieren. Der Reihe um Youngster Linus Omark (zwei Tore, acht Vorlage) kommt im Angriff dabei eine Schlüsselrolle zu.

Doch bisher galt bei den Schweden auch: Vorne hui, hinten pfui. Probleme bereitet Trainer Bengt-Ake Gustafsson insbesondere die Torhüterposition. Alle drei Goalie bekamen ihre Chance, überzeugen konnte keiner hundertprozentig. Die Schweden sind zusammen mit den Amerikanern das anfälligste Team, kassierten schon 19 Gegentore.

Ein Umstand, den die Tschechen nutzen wollen. Nach der 1:5-Niederlage gegen Kanada drehte die tschechische Auswahl offensiv so richtig auf und fegte den Erzrivalen aus der Slowakei mit 8:0 vom Eis. Verstärkung erhielt sie dabei durch die beiden NHL-Profis Patrick Elias und Milan Michalek, die nach dem Kanada-Spiel zum Team gestoßen waren und den Kader noch einmal deutlich verstärkt haben.

Die Osteuropäer scheinen zum rechten Zeitpunkt in Topform zu kommen. Angeführt wird das Team von Superstar Jaromir Jagr (drei Tore, sechs Vorlagen), der zusammen mit Sturmkollege Petr Cajanek (vier Tore, fünf Vorlagen) die interne Scorerwertung anführt.

sportal.de-Prognose: Der Faktor Tagesform wird eine immense Rolle spielen. Die Zuschauer erwartet ein torreiches Spektakel, in dem sich Tschechien am Ende gegen die favorisierten Schweden durchsetzten kann.

Nach dem bisherigen Turnierverlauf deutet alles auf eine Neuauflage des Finales von 2008 hin. Die beiden Top-Nationen Russland und Kanada scheinen den anderen Teams noch einmal eine Nasenlänge voraus zu sein. Die Russen bekämen es im Halbfinale mit dem Sieger der Partie Finnland USA zu tun, Kanada würde gegen Tschechien oder Schweden um den Einzug ins Finale kämpfen. Doch zuvor stehen erst einmal vier interessante Viertelfinalpartien an.

Daniel Pietzker

EISHOCKEY | WM 2009
Russland schlägt Kanada erneut
Russland schlägt Kanada erneut
Russland bleibt nach einem erneuten Finalsieg über Kanada Weltmeister und ist mit dem 25. Titel nun Rekordchampion vor den Nordamerikanern.
ERGEBNISSE
Eishockey: WM 2009
   alle Ergebnisse im Überblick

LIVE-TICKER

Fußball: 2. Liga, 21. Spieltag
Düsseldorf - Eintr. Frankfurt 20:15
   alle Live-Ticker im Überblick
TOP NEWS TICKER Pop-up
10:26
   alle Top News des Tages
BILDERGALERIEN
Eishockey
Blech für das DEB-Team - Gold für die Tschechen
Eishockey
Russland vs. Deutschland
Eishockey
DEB-Auswahl mit tollem Fight gegen Dänemark
   alle Bildergalerien
Webbaukasten
alle Ergebnisse, Tabellen und News für Ihre Webseite
RSS
News, Ergebnisse u.v.m per RSS-Feed auf Ihrem Desktop!
Downloads
Wallpaper und Bildschirm- schoner, Toolbar, u.v.m.
SCHLAGWORTE
adler augsburger berlin drittel eisbären eishockey felski hamburg ingolstadt iserlohn krefeld kölner meister metro münchen nürnberg playoffs straubing tigers wolfsburg
| | | | | | | | | | | |
| | |
| | |