18.03.2009
Zach poltert gegen Club-Verantwortliche

Hans Zach schliesst einen Rücktritt nicht aus
Mitten in den Playoffs ist bei den Hannover Scorpions auf einmal der Streit ausgebrochen. Trainer Hans Zach hat nach dem 2:3 gegen die Wolfsburg Grizzly Adams die Clubführung angegriffen und wegen der Preispolitik zur Meisterrunde stark kritisiert.
Der Alpenvulkan explodierte und schloss einen Rücktritt nicht aus. "Ich halte nicht mit meiner Meinung zurück. Wenn mich hier jemand ärgert, bin ich weg in Bad Tölz" sagte der 59 Jahre alte Coach.
"Es ist nachvollziehbar, dass er seine Meinung äußert, wenn er enttäuscht über die Kulisse ist. Hans Zach hat selbstverständlich keine Sanktionen zu befürchten", erklärte Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth. Er und Club-Besitzer Günter Papenburg hatten am Vortag den Wutausbruch ihres Trainers nach dem dritten Viertelfinalspiel kommentarlos in den Katakomben der Halle verfolgt.
"Eigentor geschossen"
Beide gelten als Verantwortliche für das Karten-Chaos. Der Verein hatte für die Playoff-Spiele zunächst die Eintrittspreise erhöht und die Zahl der ermäßigten Eintrittskarten reduziert. Einige Maßnahmen wurden wieder zurückgenommen, dennoch wollten nur 3718 Fans das Niedersachsen-Duell in der mehr als 10.000 Zuschauer fassenden TUI Arena sehen.
"Da hat man ein Eigentor sondergleichen geschossen. Dass die Fans jetzt nicht kommen, ist die Antwort darauf. Das nimmt einem jegliche Motivation. In der Vorrunde haben wir uns einen Stamm aufgebaut, vor bis zu 10.000 Zuschauer gespielt und jetzt in den wichtigsten Spielen der Saison spielen wir vor 3000 Zuschauern", schimpfte Zach. "Ich bin auf Seiten der Fans", fügte der frühere Bundestrainer hinzu.
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