Es war die 49 Runde auf dem Hockenheim-Ring. Massa vergisst, wo sein Gaspedal ist und lässt Teamkollege Alonso nach einer deutlichen Ansage über Funk vorbei, der Spanier liegt in der WM-Wertung besser und hat die Punkte nach Ferrari-Meinung nötiger als Massa. Die ganze Welt schaute bei dem amateurhaft durchgeführten Betrug zu, denn Stallorder ist laut FIA-Reglement verboten.
Blöd ist nur, wenn in dem gleichen Reglement keine genauen Strafen festgelegt sind und so verhängte die FIA eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Dollar, im Budget von Ferrari wohl eher der Portokasse zuzurechnen. Immerhin wurde der Fall zur weiteren Untersuchung an das World Motor Sport Council übergeben.
Doch hätten wir als Verantwortliche nicht ähnlich gehandelt? Ist das Verbot von Stallregie der eigentliche Fehler? Immerhin geht es um viel Geld und viele Arbeitsplätze und die Teams sollten das gute Recht haben, einen Fahrer mehr zu unterstützen als den anderen. Schadet es dem Motorsport nicht viel mehr, wenn sich zwei Teamkollegen wie bei Red Bull gegenseitig von der Strecke schießen?
Für viele User von sportal.de liegt der Fall sowieso ganz klar. Bei Ferrari fallen die FIA-Strafen in der Regel nicht sehr hart aus, bei anderen Teams würde der Weltverband - mit dem ehemaligen Ferrari-Teamchef Jean Todt an der Spitze - schneller und härter durchgreifen. Oder gehört vielleicht Alonso alleine bestraft, weil er auf der PK nach dem Rennen die Öffentlichkeit für dumm verkauft hat? Diskutieren Sie einfach wie gewohnt über die Kommentarfunktion mit.