Vom groß angekündigten Spektakel war letztlich wenig zu sehen. In einem sehr einseitigen Kampf setzte sich Manny Pacquiao klar nach Punkten gegen Joshua Clottey durch. Der ghanaische Gegner hatte in dem Fight vor 51.000 Zuschauern im Stadion der Dallas Cowboys vor allem durch Passivität geglänzt und sich zwölf Runden weitgehend hinter seiner Doppeldeckung verschanzt.
"Er hat die ganze Zeit gewartet, um den großen Schlag zu setzen und versucht zu kontern", hatte Paquiao die Taktik seines Gegners nach dem Kampf zu analysieren versucht. Doch diese Möglichkeit bot sich nie. Während der viel agilere und konditionsstärkere Pacquiao Clottey mit einem wahren Schlagfeuerwerk eindeckte und 246 Mal traf, konnte dieser selbst gerade einmal 108 Treffer setzen, damit aber keinen Schaden anrichten. Die Punktrichter waren sich am Ende einig und gaben mit 120:108, 119:109 und 119:109 ein klares Votum zu Gunsten des Weltmeisters ab.
Pacquiao durfte sich nicht nur über den WM-Titel, sondern auch über satte zwölf Millionen Dollar freuen. Mit dem Sieg im Rücken wird er jetzt am 10. Mai seinen nächsten Fight in Angriff nehmen, der ihn allerdings nicht auf dem Weltmeisterthron, sondern auf die Bank im philippinischen Parlament bringen soll.
Ob es dann irgendwann zum Kampf gegen Floyd Mayweather jr. kommen wird, ist ob der ganzen Querelen im Vorfeld eher fraglich. Pacquiao selbst erklärte: "Ich will den Fight, die ganz Welt will ihn. Es liegt an Floyd."