Klitschkos siegen vor Gericht gegen Universum

Sieg auf ganzer Linie für die Klitschkos
Die Box-Weltmeister Wladimir und Vitali Klitschko haben einen seit fünf Jahren währenden Rechtsstreit mit der Hamburger Universum Box-Promotion gewonnen. In letzter Instanz wies der Bundesgerichtshof eine Beschwerde des Boxstalls wegen eines abgelehnten Revisionsverfahrens zurück. Die Verfahrenskosten muss Universum tragen.
In der seit Frühjahr 2004 andauernden Auseinandersetzung ging es um die Laufzeiten der Verträge beider Boxer. Nachdem sich die Ukrainer am 30. April 2004 von Promoter Klaus-Peter Kohl getrennt hatten, bestand dieser auf einer Verlängerung der Kontrakte.
Nach Ansicht des Universum-Stalls hätten sich die Arbeitsverhältnisse um jene Ausfallzeiten verlängert, die die Brüder durch Krankheit und Verletzung zu beklagen hatten. Die entgangenen Einnahmen sollen auf rund fünf Millionen Euro geschätzt worden sein.
Vitali Klitschko erleichtert
Nachdem das Landgericht Hamburg im Jahr 2004 zunächst Kohl Recht gegeben hatte, hob das Oberlandesgericht vor einem Jahr das Urteil auf. Universum wollte gegen den Beschluss eine Revision anstreben, scheiterte damit jedoch vor dem Oberlandesgericht und dem BGH.
"Ich freue mich riesig, dass uns das Gericht nach so vielen Jahren Recht gegeben hat", sagte WBC-Weltmeister Vitali Klitschko. "Wir wollten uns von Universum im Guten trennen. Das war leider von der anderen Seite nicht möglich." Wladimir Klitschko meinte: "Wenn Fußballer lange Zeit verletzt sind, verlängern sich doch ihre Verträge auch nicht. Warum sollte das bei uns der Fall sein?"