Spanien ist Europameister

Pau Gasol spielte stark und wurde MVP
Der Weltmeister ist auch der Europameister. Zwei Jahre nach der bitteren Ein-Punkt-Niederlage im Finale gegen Russland bei der Heim-EM schlug Spanien die Gegner aus Serbien mit 85:63 (52:29) und holte sich erstmals die europäische Basketball-Krone.
Vor rund 11.000 Zuschauern in der Spodek Arena im polnischen Kattowitz war Lakers-Star Pau Gasol mit 18 Punkten und elf Rebounds der überragende Akteur bei den Spaniern. Bereits zur Pause hatte er 14 Punkte auf seinem Konto verbucht. Der 2,15-Meter-Center wurde völlig zurecht auch zum wertvollsten Spieler des Turniers (MVP) gewählt. In der Vorrunde hatte Spanien noch gegen Serbien mit 57:66 verloren.
Galavorstellung der Iberer
Mit einer weiteren Galavorstellung im EM-Finale gegen Serbien hat Spanien seine derzeitige Ausnahmestellung im europäischen Basketball eindrucksvoll untermauert. Angetrieben von ihren NBA-Stars Gasol und Rudy Fernandez (Portland Trail Blazers) ließ das Team von Trainer Sergio Scariolo nie einen Zweifel daran aufkommen, wer an diesem Abend als Sieger das Parkett verlassen würde.
Bereits zur Pause hatte der WM-Champion, bei dem das Basketball- Wunderkind Ricky Rubio mit zehn Zählern ebenfalls glänzte, einen 23- Punkte-Vorsprung herausgeworfen. Der Serben, jüngstes Team im Turnier, kamen im dritten Abschnitt zwar noch einmal ein bisschen heran, doch dann drehten Gasol und Co. wieder auf und machten bis zum Schlussviertel endgültig alles klar. Die abschließenden zehn Minuten waren unter dem Jubel der spanischen Fans nur noch Schaulaufen für die weiß-roten Superstars.
Dritter Platz geht an Griechenland
Den dritten Platz bei der EM in Polen sicherte sich Griechenland durch einen 57:56 (31:24)-Erfolg im "kleinen Finale" gegen Slowenien. Bester Werfer bei den Griechen war Center Sofoklis Schortsianitis mit 25 Punkten. Bei den Slowenen kam Spielmacher Jaka Lakovic auf 16 Zähler.
In den Platzierungsspielen feierten Frankreich und Russland noch einmal Siege. Die Franzosen, die ohne ihren Superstar Tony Parker von den San Antonio Spurs angetreten waren, besiegten im Spiel um Platz fünf Kroatien mit 69:62 (34:24). Der entthronte Europameister Russland sicherte sich durch ein 89:66 (51:40) über die Türkei den siebten Rang. Das deutsche Team war in der Zwischenrunde gescheitert, hatte mit einer sehr jungen Mannschaft ohne Superstar Dirk Nowitzki aber tolle Leistungen gezeigt.