Um die Zukunft des deutschen Basketball ist Dirk Bauermann nicht bange
Bundestrainer Dirk Bauermann war nach dem überraschenden Vorrunden-Aus bei der WM in der Türkei genauso geschockt wie seine Spieler. Die unnötige Niederlage gegen Angola, die alle Hoffnungen auf den Achtelfinal-Einzug hatte platzen lassen, werde die unerfahrene Mannschaft aber nicht umwerfen. "Natürlich tut diese Niederlage verdammt weh. Diese junge Generation hat aber noch ein morgen, ein übermorgen und ein überübermorgen", sagte Bauermann in Kayseri.
Herr Bauermann, wie sehr hat sie die Niederlage gegen Angola und das damit verbundene Vorrunden-Aus getroffen? "Das ist sicherlich einer der bittersten Momente, seit ich Bundestrainer bin. Unsere tolle junge Mannschaft hätte es verdient gehabt, weiterzukommen. Ein Duell mit den USA im Achtelfinale wäre für die Jungs eine sensationelle Geschichte gewesen. Es ist schade, dass dieser tolle Sommer für uns so endet. Wenn man so kurz vor dem Ziel abgefangen wird, dann ist das bitter und traurig."
Bedeutet das Verpassen des Achtelfinales nicht auch einen großen Rückschlag in der Entwicklung der jungen Spieler? "Das sehe ich nicht so. Jeder Spieler hat sich in diesem Sommer weiterentwickelt. Natürlich tut diese Niederlage verdammt weh. Diese junge Generation hat aber noch ein morgen, ein übermorgen und ein überübermorgen. Schlimmer wäre es gewesen, wenn so ein Vorrunden-Aus der vorherigen Generation passiert wäre, wenn wir uns zum Beispiel 2008 nicht für Olympia qualifiziert hätten. Viele Nationen beneiden uns um die Vielzahl an Talenten, die wir haben, die türkischen Medien haben sogar einen Vergleich mit dem FC Arsenal im Fußball angestellt. Diese Generation hat eine große Zukunft und die ist unabhängig von dieser Niederlage."
Sie hatten als Ziel das Achtelfinale ausgegeben wurde, das jetzt verpasst wurde. Wie geht es mit Ihnen persönlich weiter? "Ich habe noch einen Vertrag beim DBB, deshalb stellt sich die Frage nicht. Man darf nach dieser Niederlage jetzt nicht alles negativ sehen. Das Erreichen der K.o.-Runde war ein hohes Ziel, das wir leider nicht erreicht haben. Doch wir werden bei der EM im nächsten Jahr, wenn auch Dirk Nowitzki und Chris Kaman wieder dazustoßen, neu angreifen und versuchen, uns erneut für Olympia zu qualifizieren."