Niederlage bringt ALBA an die Spitze

Predrag Suput war bester Bamberger Werfer
ALBA Berlin hat trotz einer Niederlage im Topspiel der Bundesliga gegen die Brose Baskets Bamberg die Tabellenführung übernommen. Der achtmalige Meister unterlag dem Erzrivalen aus Franken mit 64:79 (35:40), schob sich mit 44 Zählern aber wieder am punktgleichen Vizemeister Telekom Baskets Bonn vorbei.
Der Tabellenzweite hatte am Vortag einen 91:90-Auswärtssieg in Bremerhaven gefeiert. Titelverteidiger EWE Baskets Oldenburg schob sich dank eines 93:80-Erfolges bei den Phantoms Braunschweig mit 42 Punkten auf Rang drei vor. Die BG Göttingen liegt nach einem 80:69 gegen ratiopharm Ulm nach Punkten gleichauf an vierter Position vor den Bambergern (42).
Bamberg hat einen Lauf
Für die Franken war es in Berlin der fünfte Sieg in Serie. Die Gäste erwischten den besseren Start und entschieden das erste Viertel mit 17:13 für sich. Die sich in der Offensive steigernden Hauptstädter gingen drei Minuten vor der Pause mit 29:25 in Führung, gaben diesen Vorteil aber umgehend aus den Händen. Kurz nach dem Wechsel lag ALBA, das sich gegen die aggressive Verteidigung der Franken äußerst schwertat, mit 40:50 hinten (24.).
Zwar kämpften sich die Berliner zu Beginn des letzten Viertels noch einmal auf fünf Punkte heran (53:58), doch die Wende gelang nicht mehr. Damit verpassten die Hausherren die Revanche für das Pokal-Aus vor zweieinhalb Wochen in Bamberg. Predrag Suput mit 16 und Brian Roberts mit 14 Zählern trafen für die Gäste am häufigsten. Beste Berliner Werfer waren Julius Jenkins mit 15 und Blagota Sekulic mit 11 Punkten.
Foster und Paulding stark
Oldenburg konnte sich beim Sieg in Braunschweig einmal mehr auf die Treffsicherheit von Je'Kel Foster und Rickey Paulding (je 21) verlassen. Bester Werfer bei den Gastgebern war Brandon Thomas (18). In Göttingen lief Christopher McNaughton zur Hochform auf.
Mit 22 Punkten zeichnete er beim Gastgeber für mehr als ein Viertel der gesamten Korbausbeute verantwortlich. Die Artland Dragons konnten sich bei ihrem Sieg gegen Trier vor allem auf Darren Fenn (18) verlassen. Zum Matchwinner avancierte allerdings Hollis Price, der eine Sekunde vor Schluss den entscheidenden Drei-Punkte-Wurf verwandelte.
Auch die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt machten mit dem 89:76 gegen Aufsteiger Phoenix Hagen einen großen Schritt in Richtung K.o.-Runde. Pascal Roller (18) war bester Werfer der Hessen, bei denen Center Dragan Labovic (12) ein starkes Debüt feierte.