Der Januar ist abgelaufen, schauen wir uns also an, wie sich die Teams im Endspurt Richtung Playoffs so geschlagen haben.
Im Vergleich zum Vormonat fällt auf, dass sich der Absturz der Scorpions noch verschärft hat. Kamen sie im Dezember immerhin noch auf 0,9 Punkte pro Partie, hat sich der Ausstoß im Januar mehr als halbiert. Da kann man mittlerweile auch nicht mehr von einer kleinen Durststrecke sprechen, bei 21 Punkten Rückstand auf Platz zehn wird auch die Zeit für Wunder langsam etwas eng.
Auch bei den Ice Tigers, mit gerade mal vier Zählern mehr auf der Habenseite, sind die Chancen die Saison verlängern zu können nicht mehr unbedingt realistisch, doch die letzten Wochen haben gezeigt, dass die Franken auch kein reiner Punkte-Lieferant mehr sind. Das bringt ihnen im Januar immerhin einen Mittelfeldplatz.
Bei Mannheim und Hamburg profitiert man in der Gesamttabelle von den guten Ergebnissen der Vormonate. Doch während man bei den Adlern, die in der Dezembertabelle noch auf Platz zwei rangierten, durchaus noch den Begriff "Zwischentief“ bemühen darf, scheinen sich die Freezers in einer ernsthaften Formkrise zu befinden. Nach Platz neun im Dezember haben die Nordlichter durch eine aktute Abschlussschäwche, nur München hat - bei einer Partie weniger - seltener ins gegnerische Gehäuse getroffen, weiter an Boden eingebüßt, so langsam ist der direkte Playoffplatz in ernsthafter Gefahr.
Klarer Gewinner sind die Grizzlies mit 2,1 Punkten pro Spiel. Die gefährlichste Offense im Januar brachte den Wolfsburgern in der Tabelle immerhin Platz vier ein. Straubing hat sich auf hohem Niveau stabilisieren können und gehört inzwischen zu den sicheren Kandidaten auf einen Platz unter den ersten Sechs.
Wenn es so etwas geben kann wie einen moralischen Sieger sind das für mich die Eisbären. Es ist schon erstaunlich, auch mit einer absoluten Rumpftruppe, ohne jetzt dem Nachwuchs zu nahe treten zu wollen, und zumal die Verletztenmisere ja einfach nicht abreißen will, spielte der Meister im Januar immer ganz oben mit. Kann man sagen was man will, das ist schon eine kleine Sensation.
Zu den weiteren Gewinnern des Monats würde ich den AEV und die Roosters zählen, zwei Teams, die sich nach schwachem Dezember gefangen haben und inzwischen wieder ernsthafte Kandidaten für die Preplayoffs sind. Bei der DEG lässt sich ein leichter Aufwärtstrend konstatieren, was auch damit zusammenhängen könnte, dass sich bei einigen Spielern die Zukunft etwas geklärt hat. Aber das ist nur eine Vermutung.