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SEITE 1 VON 3:
1. Spieler zwischen Vereins- und Heimatliebe
Von: Ayke Yesiltac
Datum: 24. Januar 2013, 09:03 Uhr
Format: Artikel
Diskussion:
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Spieler zwischen Vereins- und Heimatliebe

Sambia,Afrika Cup
Ein Traum für Sambia. Der Titel 2012

Die europäischen Vereine sehen das Turnier mit Grauen. Die Spieler stehen zwischen den Stühlen und unter enormen Druck. Nur die großen Stars können dem Herzenswunsch ganz ohne "Angst" folgen. Der Afrika Cup bietet den Spielern jedoch einzigartige Möglichkeiten.

Der Afrika Cup 2013 findet in diesem Jahr zum zweiten Mal hintereinander statt, da sich der Afrikanische Fußballverband (CAF) nicht mehr in den "geraden" Jahren mit der Europameisterschaft und vor allem aber der Weltmeisterschaft in der Bredouille sehen will. Ab 2013 wird das Turnier wieder alle zwei Jahre stattfinden. Das bedeutet, dass Spieler, die sich mit ihrem Land für den Afrika Cup und die WM qualifizieren, nicht in einem Jahr zwei Turniere spielen müssen. Zudem erhofft man sich noch größeres mediales Interesse. 

Die Austragungsmonate werden auch in Zukunft in den Winter-Monaten liegen. Eine Verlegung des Turniers in die Sommermonate ist organisatorisch und wetterbedingt nicht machbar. Die vielen europäischen Clubs, die ihre Spieler während der Saison abgeben müssen, hatten immer wieder gehofft, dass FIFA und CAF eine Lösung finden. Doch wie soll das gehen?

Im Sommer über 40 Grad

In einigen Ländern herrschen in den Monaten von Juni bis August Temperaturen über 40 Grad Celsius. Man dürfte also nur noch Länder das Turnier austragen lassen, bei denen auch im Sommer ein mediterranes Klima herrscht. Nächster Ausrichter 2015 ist Marokko, hier könnte man auch durchaus im Sommer ein Turnier veranstalten, genauso wie 2017 in Libyen. Aber soll sich der afrikanische Fußball, den großen Clubs und europäischen Verbänden zuliebe, seine Turniere kaputtmachen?

Eine Verlegung in die Sommermonate wäre eine neue und in der Geschichte viel zu oft durchlebte Kapitulation gegenüber den "Großmächten Europas" mit nur einem Verlierer: Afrika.

Maximal fällt ein Spieler sechs Wochen für seinen Club aus. Den Verlust, den der Verein trägt, hängt vom Spielergehalt und Wettbewerb des abgebenden Vereins ab. Sicher braucht Manchester City Yaya Touré, Tottenham Hotspur Emanuel Adebayor, Hannover 96 Didier Ya Konan, SC Freiburg Cedric Makiadi, Chelsea John-Obi Mikel oder der FC Valencia Sofiane Feghouli (Algerien), doch stellt sich demgegenüber die Frage, wer wen denn nun mehr braucht? In einem vorherigen Bericht von sportal.de finden die Kritiker des Turniers Gehör.

Verein oder Land: Welcher Bund ist stärker?

Die Elfenbeinküste ohne Drogba, die Touré-Brüder, Ya Konan, Arthur Boka (VfB Stuttgart) oder Gervinho (FC Arsenal) hätte wohl kaum Chancen auf den Turniersieg. Burkina Faso ist auf Aristide Bancé doch mindestens genauso angewiesen, wie es der FC Augsburg ist, DR Kongo hat mit Cédric Makiadi den Spielmacher, den es lange gesucht hat, Nigeria wäre ohne Mikel und Viktor Moses (FC Chelsea) wohl nur halb so stark, Juventus Turin vermisst Kwadwo Asamoah (Ghana) schmerzlich und auch Marokko ist auf Adel Taarabt (QPR) und Oussama Assaidi (Liverpool) angewiesen.

Aus soziologischer Sicht kann und muss man die Spieler aber verstehen, ein Bund mit einem Verein einzugehen, ist längst nicht so stark wie der schon immer bestehende mit dem Heimatland. Für viele der Spieler ist es auch ein "Heimkommen". Meist schon im Jugendalter wurden die Spieler nach Europa transferiert.

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