Der FIFA-Beschluss zur Erlaubnis von Freundschaftsspielen gegen den Kosovo hat zu Verstimmungen zwischen dem Weltverband auf der einen und der UEFA sowie dem serbischen Verband auf der anderen Seite geführt. Für den kommenden Donnerstag hat FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke daher den serbischen Verbandspräsidenten Tomislav Karadzic und einen Vertreter der UEFA zu einem Gespräch in die Weltverbandszentrale nach Zürich eingeladen. In einem Brief an Karadzic, den die FIFA am Mittwochabend in Auszügen veröffentlichte, schrieb Valcke: "Es gilt festzuhalten, dass sich die europäischen Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees der Stimme enthalten haben. Ferner möchten wir betonen, dass das FIFA-Exekutivkomitee deutlich gemacht hat, dass eine solche Genehmigung keinen Schritt hin zu einer FIFA-Mitgliedschaft bedeutet, da diese von anderen Überlegungen abhängt." Da der Verband des Kosovo (FKK) kein Mitglied der Europäischen Fußball-Union UEFA ist, kann er gemäß Statuten auch kein FIFA-Mitglied sein. Der Kosovo hatte 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt, wird aber von Serbien nicht anerkannt. (dpa)
