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Datum: 11. Juni 2013, 14:48 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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Spiel zwei im BBL-Finale zwischen den EWE Baskets Oldenburg und den Brose Baskets Bamberg

EWE Baskets Oldenburg, Fans, Rickey Paulding
Die Oldenburger Fan-Gemeinde muss im ersten Final-Heimspiel mit einer kleineren Arena und Public Viewing Vorlieb nehmen

Das geht auf keine Kuhhaut: Wenn in Oldenburg Spiel zwei der BBL-Finalserie steigt, müssen die Basketballer in eine kleinere Halle umziehen - wegen einer Rinderschau. Trotzdem will Oldenburg unbedingt den Ausgleich, Bamberg hält mit Lockerheit dagegen.

Fast ganz Oldenburg ist angesichts der zweiten Finalteilnahme in der Historie der EWE Baskets im Basketball-Fieber. Doch weil in der EWE Arena die Holstein-Schau für Kühe mit Jungzüchterwettbewerb und Züchtertreffen über die Bühne geht, muss das Team von der Hunte am Mittwoch (20:15 Uhr im Live-Ticker) vor 3000 statt 6000 Fans spielen.

Die Tickets waren innerhalb von einer Minute vergriffen. Deshalb findet auf dem Vorplatz der EWE Arena ein Public Viewing statt. Sebastian Machowski und seine Mannen wollen den Fans unbedingt ein zweites Heimspiel schenken. Dazu muss nach der 63:65-Pleite in Bamberg ein Sieg vor heimischem Publikum her.

"Wir werden bereit sein"

"Wir werden bereit sein, zum 1:1 auszugleichen", kündigte Machowski an. Der Trainer kann aller Voraussicht nach wieder auf Forward Rickey Paulding zurückgreifen, der im ersten Spiel wegen Wadenproblemen aussetzte.

Kurios: Obwohl Oldenburg bei seiner bisher einzigen Finalteilnahme den Titel holte, hat der Tabellenzweite der regulären Saison eine negative Final-Heimbilanz. 2009 gegen Bonn wurden die ersten beiden Partien zu Hause verloren, ehe in Spiel fünf mit einem Sieg vor eigenem Publikum der bisher größte Erfolg der Vereinsgeschichte gelang.

"Wir sind in guter Verfassung. Wir haben keine Zeit, um müde zu sein", verdeutlichte Guard Dru Joyce, dass die zweite Niederlage im zweiten Spiel fast schon dem Aus gleichkommen würde: "Wir müssen sehen, dass wir unsere Vorgaben noch besser erfüllen."

Fleming lobt Jenkins

Das Ergebnis mit nur 63 erzielten Punkten zeigt das Hauptproblem in Spiel eins auf. Aus dem Feld trafen die Oldenburger in Freak City lediglich 38,7 Prozent der Würfe. Deshalb setzen die EWE Baskets in der Offensive in Spiel 2 vor allem auf Julius Jenkins.

Der frühere Bamberger spielte nicht nur eine grandiose Halbfinal-Serie gegen Ulm, sondern war auch in der Stechert-Arena mit 15 Punkten der Topscorer der Partie. "Julius macht das, was er seit Jahren macht. Man kann ihn nicht komplett ausschalten, dafür ist er zu gut. Er ist sehr explosiv. Er spielt wie mit 25", lobte Bamberg-Coach Chris Fleming den mittlerweile 32-jährigen Guard des Gegners.

Fleming will sich taktisch allerdings nicht darauf beschränken, Jenkins aus dem Spiel zu nehmen. Der 42-Jährige, der 2008 von den Artland Dragons nach Bamberg gekommen war, hofft vielmehr darauf, dass sein Team nicht erneut "eine sehr verkrampfte Offensivleistung" zeigt, sondern "befreiter auftritt".

Oldenburg unter Druck

Obwohl Meister Bamberg klarer Favorit in der Best-of-Five-Serie ist, liegt der Druck nun bei den EWE Baskets. Das sieht auch Anton Gavel so: "Wir sind froh, dass wir 1:0 vorne sind. Jetzt ist natürlich Oldenburg am Drücker und wir wollen da bestehen."

Spiel drei findet am Sonntag um 16.05 Uhr in Bamberg statt. Am 19. Juni würde in Oldenburg die vierte Partie der Serie in der dann wieder kuhfreien EWE Arena über die Bühne gehen.

Autor: Felix Götz