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Somit musste Spanien versuchen, das Spiel in der zweiten Halbzeit in Unterzahl zu drehen, was für Japan, bei denen Torschütze Otsu überraschend für Manabu Saito in der Kabine blieb, große Räume eröffnete. Die Situation spielte den Asiaten in die Karten, zwischen der 55. und der 60. Minute kamen sie gleich zu drei hundertprozentigen Chancen, vergaben aber jeweils kläglich.
Spanien hat den Ball, Japan die Chancen
Obwohl nur noch zu zehnt, hatte Spanien, auch durch die Umstellung auf eine Dreierkette, im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit mehr Spielanteile, die Chancen ergaben sich aber weiterhin für die konternden Japaner. Die gefürchtete spanische Offensiv-Power kam nicht zur Entfaltung, vielmehr versuchte La Roja es in der Schlussphase mit den eigentlich verpönten langen Bällen in Richtung des japanischen Strafraums. Am Ende fiel das Ergebnis sogar zu knapp aus, denn Japan vergab in den letzten fünf Minuten erneut zwei Hochkaräter.
Japan kann sich nach dieser taktisch klugen Vorstellung Hoffnungen auf den Gruppensieg machen und so Brasilien im Viertelfinale aus dem Weg gehen.
Brasilien muss zittern
Auch der zweite große Favorit auf den Olympiasieg hatte in seinem ersten Gruppenspiel mehr Probleme als zuvor angenommen. Brasilien gewann zwar mit 3:2 gegen Ägypten. Nach einer beeindruckenden ersten Hälfte und der 3:0-Führung stellte das Team um Superstar Neymar vom FC Santos aber das konzentrierte Spiel ein und wirkte besonders in der Verteidigung anfällig. So wurde es in der Schlussphase noch einmal spannend im Millenium Stadion von Cardiff.
Dass sie fußballerisch alles können, bewiesen die brasilianischen Ausnahmetalente im ersten Durchgang. Spielmacher Oscar, dessen Dienste sich der FC Chelsea jüngst 32 Millionen Euro hat kosten lassen, bediente seine Nebenleute immer wieder überlegt. Der 20-Jährige bereitete die ersten beiden Treffer von Rafael (16.) und Leandro Damiao (26.) vor.
Zum 3:0 für das sich Neymar in der 30. Minute höchstpersönlich verantwortlich zeichnete, assistierte dann Hulk mit einer mustergültigen Flanke, die sein Offensivpartner nur noch einnicken musste.
In den zweiten 45 Minuten nahm Brasilien das Spiel dann zu sehr auf die leichte Schulter und ließ Ägypten kommen. Diese nutzten das umgehend aus und kamen durch ihren Rekordnationalspieler Mohamed Aboutreika nach einer Freistoßflanke zum 1:3 (52.).





