Der Sicherheitsgipfel des deutschen Fußballs hat einen Verhaltenskodex mit klarer Ablehnung und Sanktionierung von Pyrotechnik verabschiedet. Die wirtschaftlichen Zuwendungen für Fanprojekte von bisher 25 Millionen Euro jährlich sollen um 50 Prozent erhöht werden. Stadionverbote sollen künftig bis zu zehn Jahre statt bisher drei Jahre betragen dürfen. Stehplätze wird es auch weiterhin geben. "Das ist eine gute Nachricht für Millionen friedliche Fußballfans", sagte Ligapräsident Reinhard Rauball am Dienstag in Berlin. Bei der Konferenz berieten auf Einladung von DFB und DFL die Vertreter von 53 Proficlubs mit Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und dem Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Lorenz Caffier (CDU), über Maßnahmen gegen Gewalt in Stadien. An dem Treffen nahmen auch Wolfgang Niersbach, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), und Rauball teil. Zweitligist Union Berlin sagte die Teilnahme nach Angaben des DFB ab.
