Novak Djokovic hat das Finale im Shanghai Masters in einem dramatischen, über drei Stunden andauernden Match für sich entschieden. Das 5:7, 7:6 und 6:3 gegen Andy Murray bedeutete für ihn auch die Hoffnung auf die Rückeroberung des ersten Weltranglistenplatzes.
3:21 Stunden standen am Ende auf der Uhr eines spannenden Endspiels, in dem Novak Djokovic gleich fünf Matchbälle von Andy Murray abwehren konnte. Am Ende feierte Djokovic den 33. Turniersieg seiner Karriere, während Murray das Shanghai-Triple nach Titelgewinnen 2010 und 2011 ad acta legen musste.
Dabei hatte Andy Murray im zweiten Satz bereits beim Stande von 5:4 zu seinen Gunsten wie der sichere Sieger ausgesehen, doch Novak Djokovic hielt dagegen und verunsicherte Murray in dessen eigenem Aufschlagspiel so sehr, dass er nicht nur dieses Service abgab, sondern insgesamt fünf Matchbälle nicht verwandeln konnte. Am Ende gewann Novak Djokovic den Tie-Break mit dem 24. Punkt.
In Abschnitt drei schienen Andy Murray dann die Kräfte verlassen zu haben. Sein Aufschlag wollte nicht mehr kommen und auch in Sachen Breakchancen tat sich nichts mehr. Doch er kämpfte noch weiterhin aufopferungsvoll und wehrte drei von fünf möglichen Aufschlagverlusten ab. Die zwei Breaks reichten Djokovic natürlich zum Finalgewinn, vor allem weil Andy Murray den zweiten Matchball des Serben ins Netz verzog.
Novak Djokovic: Zurück zur Nummer eins
Mit dem Finalsieg in Shanghai hat Novak Djokovic das höhere Ziel zum Jahresende noch vor Augen: Die Rückeroberung des ersten Weltranglistenplatzes von Roger Federer. Weil dieser im letzten Jahr die drei Turnier in Paris-Bercy, Basel und ATP World Tour Final in London gewonnen hatte, kann Djokovic erheblich Punkte auf ihn gut machen. Nach dem Shanghai Masters trennen Djokovic und Federer noch 195 Punkte.
Doch Roger Federer wäre nicht Roger Federer, wenn er diesen Kampf um den Tennis-Thron kampflos hergeben würde. Und er gibt sich siegesgewiss: "Ich würde gerne am Ende des Jahres die Nummer eins sein. Um das zu erreichen, muss ich in Paris-Bercy, Basel und London gewinnen. Ich rechne mir selbst eine Chance aus. Da bin ich sehr entspannt, wir werden sehen wie es ausgeht. Ich werde alles geben", zitierte atpworldtour.com die amtierende Nummer eins der Welt.
