Skispringer Severin Freund ist mit einem starken dritten Platz in die 61. Vierschanzentournee gestartet. Beim Sieg des Norwegers Anders Jacobsen unterstrich der Niederbayer seine Ambitionen auf den ersten deutschen Gesamtsieg seit elf Jahren.
Der Mitfavorit aus Rastbüchl musste mit 290,8 Punkten nur Überraschungssieger Anders Jacobsen (Norwegen/308,6) und Titelverteidiger Gregor Schlierenzauer (Österreich/297,0) den Vortritt lassen.
Erstmals seit fast vier Jahren landete damit wieder ein Deutscher bei einem Tournee-Springen auf dem Podest. Zweitbester DSV-Adler vor 24.500 begeisterten Zuschauern war Michael Neumayer (Berchtesgaden/274,6) auf Platz neun. Ebenfalls stark präsentierten sich der erste 17 Jahre alte Tournee-Debütant Andreas Wellinger (Ruhpolding/272,4) und Rückkehrer Martin Schmitt (Furtwangen/263,6) auf den Rängen 11 und 17.
Richard Freitag enttäuscht
"Das hat sensationell geklappt, besonders der erste Sprung war sehr, sehr schön", sagte Freund, der mit 138,5 Metern den weitesten Satz des ersten Durchgangs zeigte. Der 24-Jährige beendete damit eine 1456 Tage andauernde deutsche Durststrecke: Zuletzt war Schmitt am 4. Januar 2009 in Innsbruck als Dritter auf ein Tournee-Podest geflogen.
