Im heimischen Giuseppe-Meazza-Stadion musste sich Inter Mailand am 38. Spieltag der Serie A gegen Udinese Calcio mit 2:5 (1:3) geschlagen geben. Udine verteidigte damit den fünften Tabellenplatz gegen Verfolger Lazio Rom und qualifiziert sich für die Europa League.
Inter Mailand - Udinese Calcio 2:5 (1:3)
Tore: 0:1 Pinzi (1.), 0:2 Domizzi (10.), 1:2 Jesus (12.), 1:3 Di Natale (41.), 1:4 Silva (52.), 2:4 Rocchi (63.), 2:5 Muriel (66.)
Das Spiel hatte gerade erst begonnen, als Udine bereits den ersten Angriff erfolgreich abschloss. Nach langem Pass aus dem Mittelfeld setzte sich Giampiero Pinzi am linken Strafraumeck gegen Juan Jesus durch und versenkte den Ball aus zentraler Position im Tor.
Inter hatte gerade etwas in die Begegnung gefunden, da erhöhten die Gäste bereits auf 2:0. Nach einem Freistoß von Antonio Di Natale von der linken Eckfahne verlängerte der verteidigende Ricardo Alvarez den Ball zu Maurizio Domizzi, der am langen Pfosten unbedrängt einnicken konnte.
Nur wenig später verkürzten die Hausherren allerdings durch einen Treffer von Juan Jesus wieder. Nach einem Schuss von Alvarez aus der zweiten Reihe in einen Spielerpulk im Strafraum schaltete der Verteidiger in Abwesenheit gelernter Stürmer am Schnellsten: Der stramm geschossene Ball rutschte unter Torhüter Zeljko Brkic über die Linie.
Inter vor dem Ausgleich, Udine erhöht
Die Mailänder kamen dem Ausgleichstreffer immer näher, bis der bis dato blasse Di Natale bei einem Freistoß an der linken Strafraumecke einen Doppelpass mit Gabriel Silva spielte und den Ball daraufhin unhaltbar für Samir Handanovic an den rechten Innenpfosten schlenzte, von wo dieser ins Tor sprang.
Trotz des erneuten Rückschlags blieb Inter auch nach dem Seitenwechsel bemüht, belohnte sich aber nicht dafür. Stattdessen schickte Luis Muriel bei einem Konter Silva über die linke Seite und der lupfte den Ball sicher über den herausstürmenden Handanovic hinweg zum 4:1 ins Tor.
Muriel trifft nach Missverständnis
Udine schaltete nach der vermeintlichen Vorentscheidung einen Gang zurück und ließ den Mailändern nun mehr Platz, den Tommaso Rocchi nutzen wollte. Nach zwei Aluminiumtreffern drückte der 35-jährige Mittelstürmer eine Hereingabe von Rodrigo Palacio aus kurzer Distanz über die Linie.
Im direkten Gegenzug nutzte Muriel allerdings ein Missverständnis zwischen Yuto Nagatomo und Handanovic, die sich nach einem Lupfer von Pinzi gegenseitig irritierten, und stellte den alten Abstand wieder her.
Durch den achten Sieg in Folge sicherte sich Udine Tabellenplatz fünf und damit die Teilnahme an der Europa League in der kommenden Saison. Inter Mailand hatte schon vor dem Spieltag keine Chance mehr auf den internationalen Wettbewerb und beendet die Saison nach nur einem Punkt aus den letzten fünf Spielen auf Platz neun.
Autor: Martin Grabmann
