Der Präsident des Weltfußballverbandes FIFA, Sepp Blatter, erklärte auf der International Football Arena-Konferenz in Zürich, dass er aus seinen Fehlentscheidungen während seiner 14-jährigen Amtszeit gelernt habe. Der 76-jährige Fußballfunktionär ist der Meinung, dass kontroverse Entscheidungen ihn im Leben weitergebracht hätten. "Menschen, die keine Risiken eingehen, werden keine Chance haben. Es ist besser, wenn man etwas bereut, dass man getan hat, als etwas zu bereuen, dass man nicht getan hat, äußerte sich Blatter gegenüber Reportern. "Ich habe aus meinen Fehlern gelernt, fügte er hinzu. Der Schweizer ist seit 1998 Präsident des Verbandes und konnte sich damals gegen Lennart Johansson durchsetzen. Hätte er die Wahl verloren, wüsste er nicht, was er getan hätte. "Ich hatte keinen Plan B, war mir aber sicher, dass ich gewinnen werde. Die Weltmeisterschaft in Südafrika war eine große Herausforderung für mich. Das Resultat ist ja allen bekannt, so Blatter. Mohamed Bin Hammam, einst einer der wichtigsten Fußballfunktionäre Asiens, musste im letzten Jahr gegen einige Verbote der FIFA kämpfen. Der katarische Geschäftsmann - in einen Bestechungsskandal verwickelt - war davon überzeugt, dass die FIFA ihn aus der führenden Schicht streichen wolle, da er sich gegen Blatter engagiert hatte. Der Schweizer dementierte, dass die Aussagen etwas mit dem Vorfall zu tun hatten. "In meinem Leben gab es oft Rückschläge. Da darf man den Glauben nicht verlieren. Es geht nicht um etwas Persönliches. Alles was ich sage, ist, dass man bei einer Fehlentscheidung die Konsequenzen tragen muss, kommentierte der Schweizer.
Dawid Jezierski
