Die olympische Segel-Regatta hat ihren ersten Skandal: Großbritanniens Segelstar und Gold-Favorit Ben Ainslie beschuldigte seine Konkurrenten in der Finn Dinghy-Klasse, bewusst gegen ihn zu agieren. Ainslie unterstellt sowohl dem führenden Dänen Jonas Hogh-Christensen als auch den niederländischen Segler Pieter-Jan Postma ihn fälschlich eines Regelverstoßes bezichtigt zu haben. Auf dem Wasser hatte Ainslie in der zweiten Wettfahrt vor Weymouth eine Wendemarke knapp gerundet. Sowohl Hogh-Christensen als auch Postma gaben umgehend mit gezückten Protestflaggen zu erkennen, dass Ainslie die Tonne berührt habe. Ainslie hingegen beschwört, sie nicht touchiert zu haben. Der Brite drehte dennoch zur Sicherheit einen den Regeln gemäßen Strafkringel. Ainslie musste davon ausgehen, sich in einer möglichen Protestverhandlung nicht erfolgreich gegen zwei Zeugen verteidigen zu können. An Land sagte Ainslie später: "Jonas und der Holländer haben sich gegen mich zusammen getan. Das regt mich tierisch auf und wird mich morgen erst recht anheizen."
