Nach dem GP von Deutschland war Sebastian Vettel ob der Strafe gegen ihn noch aufgebracht, mittlerweile kann er darüber lachen. Schließlich war diese rechtens, wie Michael Schumacher erklärt. Auch eine Regeländerung nimmt Vettel gelassen.
Er sehe kein Problem in der Änderung, erklärte Vettel gegenüber der BBC. "Es ist ja nicht so, als würde das Auto auf einmal nicht mehr funktionieren", zitierte bbc.co.uk Vettel. Natürlich werde sich dadurch etwas ändern, "der Unterschied sei aber sehr, sehr klein", wie Teamkollege Mark Webber Vettel beipflichtete.
Während des Großen Preises von Deutschland war die Motoreneinstellung in den Fokus des technischen Delegierten Jo Bauer geraten, der die Stewards am Hockenheimring über die in seinen Augen irreguläre Einstellung informierte. Doch Bauers Argumentation konnte nicht nachvollzogen werden, die Red Bull gingen mit dem Segen der Offiziellen an den Start. Die FIA schloss jedoch nach dem Deutschland-Rennen eine Lücke im Regelwerk, die Red Bull den Einsatz der Motoreneinstellung erlaubte.
Schumacher: Bestrafung war regelgerecht
Auch bei einer anderen Regelfrage hatte Vettel auf dem Hockenheimring den Kürzeren gezogen, als er vom zweiten auf den fünften Platz zurückgestuft wurde. "Es gibt ein Regelwerk: So wie man beim Überholen nur einmal die Richtung wechseln darf, darf man eben nicht neben der Strecke überholen", erklärte Schumacher am Rande des Großen Preises von Ungarn. Er sehe ja auch lieber einen Deutschen auf dem zweiten Platz als einen anderen Kollegen, "gerade Sebastian, aber das muss man einfach hinnehmen", betonte Schumacher weiter.
Vier Tage nach dem bitteren Nachspiel auf dem Hockenheimring konnte Vettel wieder lachen. Als die Sprache auf sein Überholmanöver gegen Jenson Button kam, verteidigte er aber mit entschlossener und ernster Miene sein Verhalten auf und neben der Strecke. "Ich habe getan, was ich getan habe. Daran hat sich nichts geändert", gab Vettel im Motorhome von Red Bull zu Protokoll ."Wenn es nicht klappt, muss man sich nicht schämen, dass man es nach außen zeigt, dass man nicht ganz so zufrieden ist", betonte Vettel.
Hamilton nicht doof
Auch ein drittes Ereignis vom vergangenen Wochenende sollte Vettel noch nicht loslassen können. Nach Medienberichten hatte er ein Überholmanöver des bereits überrundeten Lewis Hamilton als "dumm" bezeichnet, bestritt laut BBC nun allerdings diese Wortwahl.
"Wenn ich nach dem Rennen sage, dass dieses Manöver unnötig war und ich werde aber dahingehend zitiert, dass ich ihn als "dumm" bezeichnet, ist das enttäuschend. Ich habe einen Mund, ich sage einige Worte, ihr habt Ohren. Und während dieses Vorgangs, scheint es manchmal zu Fehlern zu kommen", zitierte bbc.co.uk Vettel, der so erklärte, dass die Journalisten ihn falsch verstanden hätten.
