Nach der ersten Runde bei den Scottish Open hatte Francesco Molinari wie der sichere Sieger ausgesehen und war auch nach dem dritten Tag als Führender auf die Schlussrunde gegangen. Doch Jeev Milkha Singh zwang den Italiener ins Stechen und gewann.
Jeev Milkha Singh stand nun wirklich nicht auf dem Zettel für den Sieg bei den Scottish Open. Der Inder war mit fünf Schlägen Rückstand auf die letzte Runde gegangen und hatte in dieser Saison mit Platz sieben beim Stockholm Masters sein bestes Ergebnis abgeliefert. Doch Singh erwischte einen wirklich guten Tag.
Mit fünf Birdies gelang ihm eine 67er Runde und mit insgesamt -17 war er ins Clubhaus marschiert. Nun gab es einige Spieler, die kurz davor standen, ihm den Sieg noch aus den Händen zu reißen. Der Schotte Mark Warren war eine der Favoriten auf den Titel, lag zwischenzeitlich gut im Rennen. Aber ein katastrophales Finish verhinderte den Sieg.
Mark Warren sehnt sich nach Einschlafhilfe
Ein Double-Bogey an Loch 15, sowie zwei weitere Bogeys auf den folgenden Löchern warfen den Lokalmatadoren zurück und so fand er sich schließlich auf dem geteilten dritten Rang wieder, mit einem Schlag hinter dem Spitzenduo (272). "Ich werde wohl ein wenig Hilfe brauchen, um heute einschlafen zu können", erklärte der enttäuschte Warren auf europeantour.com.
Molinari stand hingegen bei seinem letzten Putt mächtig unter Druck, brauchte er auf den Kurs von Castle Stuart doch ein Birdie, um mit Singh gleichziehen zu können. Sein Putt fiel und mit einer Even Par-Runde schaffte er den Einzug in das Stechen. Beide Spieler trafen sich dann an Loch 18 und Singh hatte mit einem Birdie das bessere Ende für sich.
Es war der vierte Erfolg für ihn auf der European Tour. Zuvor hatte der Inder die China Open 2006, sowie das Volvo Masters und die Austria Open 2008 gewonnen. Bitter für Molinari, der schon bei den Open de France nur als Zweiter über die Ziellinie gekommen war. "Es war eine gute Woche", so Molinari. "Es ist natürlich enttäuschend, keins der beiden Turniere gewonnen zu haben."
Martin Kaymer wird durchgereicht
Bei später schwierig werdenden Windverhältnissen wurde das komplette Leaderboard mächtig durcheinander gewirbelt und so fand sich Phil Mickelson, der zuvor zwei starke Runden gezeigt hatte, mit seiner 74er Runde nur noch auf dem geteilten 16. Rang wieder (276). Seine dritte 69 in Folge spielte Marcel Siem, der glücklich den Cut geschafft und am Ende Platz 26 erreicht hatte.
Einen Einbruch musste vor dem Beginn der British Open hingegen Martin Kaymer hinnehmen. Der Deutsche hatte sich zwar verbessert gezeigt, war dennoch über die kompletten Tage mit seinem Spiel unzufrieden. Seine 74 auf der Schlussrunde waren da nochmals ein Nackenschlag. Auf Rang 29 gerutscht verlief die Generalprobe alles andere als begeisternd.
