Die Wir-Beziehung bei Familie Hansen scheint gescheitert, dafür ist Fancesco Molinari voll auf Kurs. Nach seinem Durchhänger an Tag zwei der Scottish Open drehte der Italiener wieder auf und führt das Leaderboard an. Ihm auf den Fersen liegt nun Anders Hansen.
Bis Loch zehn lieferten sich Fancesco Molinari und Alexander Noren bei den Scottish Open ein spannendes Kopf an Kopf-Rennen, dann musste der Schwede abreißen lassen. Molinari spielte zwar auch nur ein Birdie auf der Back Nine, brachte damit aber seine solide 67er Runde auf dem Kurs Castle Stuart nach Hause.
Mit nun 199 Schlägen liegt der Italiener auf Platz eins und zeigte sich gegenüber europeantour.com sehr zufrieden mit seinem Spiel. "Mein Spiel und meine Form werden immer besser", erklärte Molinari, der auf seiner ersten Runde eine fantastische 62 gespielt hatte. "Es ist natürlich ein guter Zeitpunkt, um gut zu spielen. Aber mal sehen, wie es morgen läuft."
Dem Double- folgt ein Triplebogey
Noren fiel an Loch zehn um einen Schlag zurück, leistete sich dann an Loch elf einen Triple Bogey, als der Ball nach seinem zweiten Schlag nicht mehr gefunden werden konnte. Dort hatte er am Tag zuvor ein Double Bogey fabriziert. Zwei Birdies und ein Bogey später musste er sich eine 70 notieren, fiel damit - bei 202 Schlägen auf den geteilten fünften Rang zurück.
Anders Hansen konnte sich indes erneut steigern und schob sich mit einer 65 auf den zweiten Rang, liegt nur noch einen Schlag hinter Molinari. Seine bogeyfreie Runde veredelte der Däne mit sieben Birdies. "Ich habe ordentlich gespielt heute, zudem keine Fehler gemacht. Damit habe ich mir viele gute Möglichkeiten erarbeitet. Aber morgen ist ein neuer Tag und mal sehen, was da passiert."
Einen Schlag hinter Hansen liegt das Duo um Sören Kjeldsen und Marc Warren (beide 201). Beide beeindruckten mit jeweils 64er Runden. Dass auch Phil Mickelson noch Chancen auf den Sieg hat, war nach der ersten Runde fast undenkbar. Dort hatte Lefty eine 73 gespielt.
Kaymer durchwachsen, Siem bleibt im Mittelfeld
Seiner 64 am zweiten Tag ließ der US-Amerikaner allerdings eine 65 folgen und platzierte sich, wie auch Noren, auf den geteilten fünften Rang. Neben Noren und Mickelsen stehen mit Martin Laird und Peter Whiteford zwei weitere Spieler auf diesem Rang. Den verpasste indes Martin Kaymer (Rang 16).
Der Deutsche kam zwar ohne Bogey aus, schaffte aber auch nur drei Birdies. Fünf Schläge Rückstand hat er nun auf Molinari, der sich gut gewappnet im Vorfeld der British Open sieht. "Ich denke, in diesem Moment ist es erstmal wichtig, das Turnier zu gewinnen. Aber wie ich schon sagte, mit Blick auf diese und letzte Woche ist es gut zu wissen, dass mein Spiel funktioniert."
Wie gern würde auch Marcel Siem solch einen Satz vor den Mikrophonen erklären können. Doch nach seinem Sieg bei der Open de France läuft es nicht so richtig rund. Erneut musste Siem eine sehr inkonstante Runde notieren, bei der er sieben Birdies, zwei Bogeys und Double Bogey an Loch eins spielte. Mit 209 Schlägen auf Platz 51 liegend ist ein Top Ten-Platz außer Reichweite.


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