Im Halbfinalduell der beiden WM-Gastgeber in der Stockholmer Globen Arena hat Schweden den Finaleinzug mit einem 3:0 gegen Finnland klargemacht und damit Revanche für die Finalniederlage vor zwei Jahren genommen.
Die größte Chance der Anfangsphase hatte Finnland nach sechs Minuten, doch Niklas Hagman, der in der russischen KHL sein Geld verdient, schob einen Rebound vor dem offenen Tor knapp am linken Pfosten vorbei. In Überzahl machten dann die Schweden in der 11. Minute mit ein bisschen Glück das 1:0 durch Loui Eriksson, der einen Schuss von Henrik Sedin - nach Vorarbeit von dessen Bruder Daniel - mit dem Knie ins lange Eck abfälschte.
Tre Kronor - Meister des Powerplaykillings
Am Ende des ersten Drittels zeigten sich die Schweden einmal mehr als beste Power-Play-Killer der WM, als sie in Unterzahl bravourös vier Minuten am Stück gegen die erste Reihe der Finnen verteidigten.
Schweden blieb auch im zweiten Drittel das spielerisch bessere Team. Finnland, der Weltmeister von 2011, hielt mit körperlichem Spiel dagegen, versuchte die Scheibe tief zu spielen und die Schweden dann in der eigenen Zone unter Druck zu setzen. Aber die Tre Kronor blieben stabil, sodass sich beide Teams im Mitteldrittel neutralisierten.
Dann sorgte erneut ein schwedisches Überzahlspiel für einen Wachmacher: Finnland ließ Henrik Sedin hinter dem Tor viel zu viel Zeit. Der Angreifer der Vancouver Canucks wartete, bis sich Eriksson in Position gelaufen hatte und spielte dann den perfekt getimten Pass zentral vor das Tor, wo sich der Stürmer der Dallas Stars nicht zweimal bitten ließ und die Scheibe zu seinem vierten Turniertreffer ins linke Eck legte.
Endstand per Empty Netter
Im Schlussdrittel machten die Finnen mehr Druck, doch die Schweden standen hinten diszipliniert und sorgten vorne immer wieder für Entlastung. So hatte der finnische Goalie Antti Raanta Glück, als er zwölf Minuten vor Schluss die auf der Torlinie liegende Scheibe nicht selbst mit dem Schoner ins eigene Netz schob.
Als Finnland zum Schluss den Goalie vom Eis nahm, sorgte schließlich Henrik Sedin per Empty-Netter für die endgültige Entscheidung. Das zweite Halbfinale bestreiten die Schweiz und die USA.
