Loui Eriksson und Henrik Sedin feiern den ersten Treffer der Tre Kronor
Dank seiner NHL-Stars greift Gastgeber Schweden bei der Eishockey-WM nach dem neunten Titel und will den Heimfluch besiegen. Mit zwei Toren führte Loui Eriksson von den Dallas Stars den Olympiasieger von 1994 und 2006 im Halbfinale in Stockholm zu einem 3:0-Erfolg gegen den Erzrivalen Finnland. Bei beiden Treffern (11., 37.) leisteten die Zwillinge Henrik und Daniel Sedin von den Vancouver Canucks die Vorarbeit. Henrik Sedin traf zudem 33 Sekunden vor Schluss ins leere Tor.
Erster Heim-Titel seit 1986?
Die Tre Kronor nahmen damit erfolgreich Revanche für die 1:6-Finalpleite vor zwei Jahren. Außerdem haben sie im Endspiel am Sonntag im Globen gegen die Schweiz oder die USA die Chance, als erster WM-Gastgeber seit der Sowjetunion 1986 Gold zu gewinnen. Für Finnland bleibt nur das kleine Finale. Die Führung für die Gastgeber in Überzahl entsprang einer Koproduktion der Sedin-Zwillinge: Nach Daniels Vorarbeit schoss Henrik, Eriksson fälschte mit dem Knie ab. Die Finnen, die zwar durch Niklas Hagman die erste Chance hatten (7.), waren zunächst meist mit Defensivaufgaben beschäftigt. Im Mittelabschnitt befreite sich der zweimalige Weltmeister vom schwedischen Druck und setzte in der Offensive Akzente. Die beste Torchance hatte jedoch Nicklas Danielsson (30.) nach einem Konter der Tre Kronor. Das 2:0 fiel erneut im Powerplay: Wieder kam der Puck über die Sedin-Zwillinge zu Eriksson, der vollendete. Auch im Schlussdrittel stand die starke schwedische Defensive. Bei den Finnen trat NHL-Jungstar Mikael Granlund kaum in Erscheinung. Auch die Topreihe mit Petri Kontiola, Janne Pesonen und Juhamatti Aaltonen, die bislang 14 Tore erzielt hatte, war abgemeldet. Die Schweden mussten auf ihren Abwehrstar Alexander Edler verzichten. Der Verteidiger der Vancouver Canucks war nach seinem Kniecheck gegen Eric Staal im Viertelfinale gegen Kanada (3:2 n.P.) für den Rest des Turniers gesperrt worden.