Die Provinz klingt trostlos. Und manchmal trägt sie Namen wie Peterhead, Stirlingshire oder Berwick. Für die Glasgow Rangers ist dieser Alptraum Wirklichkeit geworden. Der 54-malige Meister ist in dieser Saison auf einer Tournee durch das schottische Niemandsland: die vierte Liga. Erstmals in seiner Historie muss sich der frühere Branchenprimus durch die Niederungen des Vereinsfußballs mühen. Die Eingewöhnung hat erst begonnen. "Wenn irgendeiner denkt, das hier wird ein Spaziergang, dann liegt er falsch", schäumte Rangers-Trainer Ally McCoist nach dem ersten Vorgeschmack am Samstag. Die Rangers kamen nicht über ein 2:2 gegen den FC Peterhead hinaus. Der Favorit tat sich vor 4485 Zuschauern im unglamourösen Balmoor Stadium enorm schwer. Gegen die tapferen Underdogs bewahrte erst Andy Little Glasgow mit einem Last-Minute-Tor vor einer Blamage. "Wir dürfen nicht so nachlässig verteidigen", zürnte der frühere schottische Nationalspieler McCoist, für den sich die vierte Liga auch wie eine unheimliche Begegnung der dritten Art anfühlen muss. Für die Rangers ist sie nur folgerichtig. Der 33-malige Pokalsieger protzte jahrelang auf dem Transfermarkt, zahlte Gehälter auf Niveau der englischen Premier League. Im Februar mussten die Rangers Insolvenz anmelden. Die Schulden beliefen sich auf rund 166 Millionen Euro. "Ich hoffe, dass die Leute die vierte Liga jetzt respektieren", sagte Peterheads Trainer Jim McInally nach dem Remis.



Kommentar schreiben



