Über eine Pilgerreise von Jörg Schmadtke ist nichts bekannt. Doch wenn Hannover 96 an diesem Dienstag das Training wieder aufnimmt, heißt es für den Sportdirektor des Bundesligisten: Schmadtke wird während der elf Wochen Pause in erster Linie wichtige familiäre Dinge regeln. "Ich bin ja nicht aus der Welt", sagte der Manager vor dem Antritt seiner mit Clubchef Martin Kind vereinbarten Auszeit. "Es gibt Telefone. Wenn etwas wichtiges ist, dann bin ich auch erreichbar", fügte der ehemalige Bundesliga-Profi hinzu. Schmadtkes bemerkenswerter Sonderurlaub ist bis zum 10. September befristet. Dass in dieser Zeit die Saison-Vorbereitung, der Start der Bundesliga und der Europa League sowie das Ende der Transferfrist am 31. August fällt, ist für die Beteiligten kein Problem. "Die gefundene Lösung ist optimal, weil sie Jörg Schmadtke und seine Familie unterstützt und auch für Hannover 96 gut ist", erklärte Kind. "Wir haben eine außergewöhnliche Situation gelöst." Der Sportdirektor hatte die geplanten Sommertransfers rechtzeitig abgewickelt. Als letzte Maßnahme vor dem Urlaubsantritt lieh Schmadtke am Sonntag den österreichischen Edelreservisten Daniel Royer an den 1. FC Köln aus. Zuvor hatte er als Verstärkungen für das Team von Trainer Mirko Slomka den Japaner Hiroki Sakai, den Italo-Brasilianer Felipe und den Schweizer Adrian Nikci verpflichtet. (dpa)



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