In einem spannenden Spiel fünf der NBA Finals haben sich die Spurs dank zweier starker Viertel mit 114:104 gegen die Miami Heat durchsetzen können und gehen damit in der Best-of-7-Serie mit 3:2 in Führung. Vor allem der Einsatz von Manu Ginobili brachte die Gäste vom South Beach durchgehend aus dem Konzept, wie sportal.de sah.
Wie in bisher jedem Spiel dieser Finalserie war auch vor diesem Spiel die Ausgangslage klar. Die Spurs musten gewinnen, um zum einen die herbe Schlappe aus Spiel vier vergessen zu machen, zum anderen um nicht mit einem Rückstand zu den beiden letzten Spielen nach Miami reisen zu müssen.
Coach Pop mit Überraschung
Viel war geredet worden ob der Fitness von Spurs-Pointguard Tony Parker, aber am Ende stand der Franzose doch zu Beginn auf dem Parkett - wie überraschenderweise auch sein Kollege Manu Ginobili. Der Argentinier, bisher einer der schwächsten Spieler der gesamten Serie, war von Coach Popovich als Antwort auf Miamis Small-Ball-Lineup aus Spiel vier in die Starting Five versetzt worden. Anstelle von Ginobili nahm Center Tiago Splitter zu Beginn auf der Bank Platz.
Und von diesem Schachzug profitierten die Spurs dann auch ganz offensichtlich - denn Ginobili dankte seinem Coach den Einsatz mit 24 Punkten und 10 Assists. Ein Start-Ziel-Sieg war es allerdings keinesfalls - denn auch wen sich die Spurs bereits früh auf 14 Punkte absetzen konnten, kamen die Heat immer wieder heran und verkürzten den Rückstand kurz nach der Pause bis auf einen Zähler.
Einbruch der Heat - Spurs die coolen Routiniers
Doch wie so oft in dieser Serie war auch in diesem Spiel das dritte Viertel einmal mehr vorentscheidend. denn während bei Miami plötzlich kein Wurf mehr fiel, rafften sich die Spurs Ende des dritten und zu Beginn des vierten Viertels zu einem 22:1-Run auf und hielten Miami fast sechs Minuten punktelos.
Vor allem zwei Spieler traten in diesen Minuten besonders in den Mittelpunkt. Zum einen natürlich der oben erwähnte Manu Ginobili, doch auch Danny Green setzte seine Drei-Punkte-Barrage fort - 6 von 10 aus der Distanz sorgten bereits jetzt mit 25 verwandelten Dreiern für einen neuen Finalsrekord. Und es wird noch mindestens ein Spiel ausgetragen, in dem Green mit Sicherheit weitere Dreier treffen wird.
Parker trotz Verletzung Topscorer
Topscorer bei den Spurs war der Franzose Tony Parker, der sich trotz einer Muskelverletzung zu 26 Punkten aufraffen konnte. Bei Miami sorgten die Big Three zwar für insgesamt 66 Punkte, doch von der Bank kam insgesamt zu wenig, als dass man gegen die hervorragend schießenden Spurs eine Chance gehabt hätte. Für die NBA-Karawane geht es nun zurück nach Miami für Spiel sechs beziehungsweise ein mögliches Spiel sieben - denn die Spurs könnten dank des 3:2-Vorsprungs ja bereits im nächsten Spiel den Titel festmachen. Spiel sechs findet in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch statt.
